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Varel Ein Meer aus immer blühenden Blumen konnten die Besucher am Wochenende auf dem Töpfermarkt bestaunen: Am Stand von Wolfgang Hene aus Loxstedt gab es „Keramikblumen zum Selbstpflücken“. Die Leuchtkraft der zarten Blüten entstehe durch den Doppelbrand, erläuterte Wolfgang Hene. Nach dem Frühbrand bei 850 Grad erfolgt die farbige Glasur und der zweite Brand mit 1080 Grad.

Zum 24. Markt hatte Organisatorin Birgit Rehse 24 Anbieter aus ganz Deutschland auf dem Schlossplatz versammelt. „Das sind alles Profis, keine Händler oder Hobbyleute“, erklärte sie. Zu der vor Hunderten Jahren üblichen Gebrauchskeramik hat sich heute Kunst-, Schmuck- oder auch Gartenkeramik gesellt. Und diese Vielfalt gab es auf dem Schlossplatz zu sehen.

Dabei ist die Herstellung recht zeitaufwendig. „Jedes Teil habe ich rund 20 Mal in der Hand“, betonte Dagmar Griewisch-Berkau aus Solingen. Sie hatte sogar die Töpferscheibe mit. „Ich möchte zeigen, wie das Handwerk funktioniert“, sagte sie, während ihre Finger über den rotierenden glitschigen Ton glitten. „Durch Form und Farbe meiner hochwertigen Gebrauchskunst möchte ich gute Laune verbreiten“, sagte die Keramikkünstlerin.

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„Wir machen Gebrauchskeramik“, sagte Kathinka Luckmann aus Stemwede, die ihre Schüsseln, Becher und Tassen mit kleinen, lustigen handgeformten Tieren, die auf dem Rand sitzen, anbot. „Damit heben wir uns von anderen ab“, sagte ihr Mann Gerd Lammers. Bereits zum zehnten Mal waren sie am Wochenende beim Töpfermarkt dabei.

Von einem anderen Stand klangen leise Töne herüber, hier wurden „Ocarinas“, Flöten aus Ton, vorgestellt. Wetterfeste große Steinpilze und Fantasiefiguren aus Ton brachten Gisela und Eckhard Leu aus Felde nach Varel. „Wir machen modellierte figürliche Gartenkeramik, besonders unsere Zaunkieker sind beliebt“, sagten sie und wandten sich schon dem nächsten Interessenten zu. „Wettermäßig gab es dieses Jahr nichts zu bemängeln und es kamen viele Besucher“ freute sich Birgit Rehse.

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