Varel Das Vareler Frühlingsfest läuft. Schon vor der offiziellen Eröffnung am gestrigen Freitag um 16 Uhr lag der Duft von gebrannten Mandeln und Bratwürstchen in der Luft. Doch wer sind die Menschen, die in den Buden und Ständen stehen und für einen tollen Rummelbesuch sorgen? Der „Gemeinnützige“ hat nachgefragt.

noch bis MontagProgramm in Varel

Samstag, 13. April: Um 13 Uhr beginnt der Flohmarkt (Aufbau ab 12 Uhr). Der Marktbetrieb startet um 14 Uhr. Ab 15 Uhr am Nachmittag treten das Musik- und Majoretten-Corps „Frieso“ Varel und „Vorwärts“ Langendamm auf dem Marktgelände in der Innenstadt auf. Auf der Drostenstraße wird von 14 bis 18 Uhr eine Kinder- und Familienmeile aufgebaut. Die Attraktionen sind – nur hier – kostenlos. Unter anderem zeigt ein Zauberer seine Tricks, man kann Ballontiere basteln und es gibt eine Hüpfburg.

Sonntag, 14. April: Die Schaustellergeschäfte öffnen um 11 Uhr. Bis 18 Uhr veranstalten viele Autohändler aus Varel und der Umgebung eine große Autoausstellung im erweiterten Innenstadtbereich. Dabei präsentiert Varels Mühlenkönigin Kerstin I. auch das neue Mühlenauto für die neue Majestät, die am Pfingstsamstag gekürt wird. Es wird vom Ford-Autohaus Tönjes mit Filialen in Neuenburg und Varel präsentiert. Die Fahrzeuge werden in der Neuen Straße, der Obernstraße sowie der Neumühlenstraße gezeigt. Auf dem Neumarktplatz ist eine Ausstellung von Oldtimer-Fahrzeugen vorbereitet. Der verkaufsoffene Nachmittag beginnt um 12 Uhr. Die Geschäfte dürfen bis 17 Uhr ihre Waren verkaufen. In der Drostenstraße gibt es einen Verkehrstag mit einer Fahrradcodierung, einem Überschlagsimulator und einem ADAC-Infostand. Zudem präsentiert sich die Jugendfeuerwehr Varel.

Montag, 15. April: Um 14 Uhr beginnt der Markttrubel. Die Schausteller des Vareler Frühlingsfestes laden ein zum Familientag mit ermäßigten Preisen und Sonderangeboten.

Eine von ihnen ist die 35-jährige Mandy Röper. Sie betreibt seit mittlerweile 15 Jahren den Dosenwurfstand. „2004 haben mein Mann und ich diesen Wagen gekauft. Vorher hatte ich aber auch am Autoscooter gearbeitet“, sagt Mandy Röper. Sie stammt aus einer Schaustellerfamilie. Daran, nicht nur an einem Ort zu wohnen und viel unterwegs zu sein, hat sie sich schon früh gewöhnt. „Ich habe überall neue Freunde kennengelernt und zu einigen sogar heute noch Kontakt“, sagt sie.

In Varel steht Mandy Röper gerne mit ihrem Dosenwurfwagen. Schon alleine deshalb, weil sie seit einiger Zeit gemeinsam mit ihrer Familie in der Stadt wohnt. Auf das Frühlingsfest hat sie sich gut vorbereitet: Mit vier Pullovern und zwei Hosen will Röper am Wochenende der Kälte trotzen und vor allem Kindern ein unvergessliches Rummelerlebnis ermöglichen. „An meiner Arbeit hänge ich wirklich mit Herzblut“, sagt sie.

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Gleiches gilt für Patrick Karow. Auch er wurde in eine Schaustellerfamilie geboren. Nachdem er bereits am Kinderkarussell und in einer Süßigkeitenbude gearbeitet hat, betreibt er seit acht Jahren den Stand für holländische Pommes. „Ich wollte mal etwas anderes machen und habe mir deshalb eine Branche ausgesucht, mit der ich vorher noch nichts zu tun gehabt habe“, sagt der 46-Jährige.

Mit seinem Stand ist er deutschlandweit unterwegs und zum sechsten Mal beim Frühlingsfest dabei. Für ihn bedeutet das jede Menge Vorbereitung. „Ich mache teilweise meine Soßen selbst. Die Chilli-Cheese, die Erdnusssoße oder die Sambalsahnesoße.“ Darauf ist er stolz.

Das nach den Pommes immer noch Platz für gebrannte Mandeln, Liebesäpfel oder Zuckerwatte ist, weiß Jill von Segga. Sie und ihr Mann besitzen eine der Süßigkeitenbuden und starten in Varel in die Rummelsaison. „Das ist unsere erste Veranstaltung in diesem Jahr. Wir sind froh, dass es endlich wieder losgeht.“

Der Saisonstart bedeutet für Jill von Segga trotz jeder Menge Spaß auch viel Arbeit. So macht sie nicht nur die gebrannten Mandeln selbst, sondern kümmert sich auch darum, dass die Liebesäpfel verzehrfertig sind. Am Tag der Rummeleröffnung braucht sie ungefähr zwei Stunden, um ihren Stand aufzubauen. Und zumindest an diesem Wochenende arbeitet die 34-Jährige durch. Deshalb hat sie sich ebenfalls etwas überlegt, um nicht zu sehr zu frieren. „Da hilft nur, sich warm anzuziehen und sich warmzuarbeiten“, sagt sie. Denn Heizmöglichkeiten gebe es in dem Wagen nicht.

Eingepackt in eine dicke Winterjacke begrüßte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner am Freitagnachmittag die Gäste. Anschließend ging es rund: Mit Varels Mühlenkönigin Kerstin I. unternahm er eine Fahrt im Musik-Express, danach verteilten sie Freikarten. Für schottische Klänge sorgte die Dudelsackband „Moorland Pipes and Drums“ aus Jade.

Höhepunkt an diesem Samstag, 13. April, ist der Flohmarkt. Am Sonntag können Besucher in Innenstadtgeschäften nach Herzenslust einkaufen. Die Läden sind von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Zudem gibt es in der Fußgängerzone eine Autoschau.


Ein Film vom Fest unter   www.nwzonline.de/videos 
Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos/friesland 
Video

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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