Varel Er ist 16 Jahre alt und spielt eine wichtige Rolle im Stück über eine Senioren-WG: Philip Reinefeld ist neuer „Toflüsterer“ bei der Niederdeutschen Bühne Varel und wird den Akteuren im aktuellen Stück „Champagner to’n Fröhstück“ über Hänger hinweghelfen. Premiere ist an diesem Freitag um 20 Uhr im Tivoli.

Der Schüler aus Neuenburg wird mit dem Textbuch an der Bühne sitzen, jede Szene genau verfolgen und einspringen, wenn ein Schauspieler seinen Text vergessen hat. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt. „Macht der Schauspieler nur eine Pause oder weiß er nicht weiter?“, muss er sich fragen.

Als Hilfe dienen ihm dabei Pausenzeichen in seinem Textbuch. Das Stück kennt er mittlerweile auswendig, steht er doch seit Monaten zwei- bis viermal in der Woche mit den Akteuren auf der Bühne und probt das plattdeutsche Stück.

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Und das mit großer Begeisterung. „Ich hab’ richtig Bock auf Theater“, sagt der 16-Jährige. Seit fünf Jahren spielt er bei den „Plietschen“ mit, der Jugendgruppe der Niederdeutschen Bühne Varel, und als jetzt für das neue Stück ein „Toflüsterer“ gesucht wurde, hat er sofort zugesagt.

Er weiß, wie extrem wichtig die Rolle des „Toflüsterers“ ist, möchte aber bald unbedingt wieder auf statt neben der Bühne stehen.

„Ich kann mich gut in Rollen hineinversetzten“, sagt Philip Reinefeld. Das hat er bei den „Plietschen“ bewiesen, wo er schon einige Hauptrollen gespielt hat, und auch beim Freilichttheater „Das Geisterschiff“. Auch im aktuellen Stück „Vom Fischer und seiner Frau“, das ab Sommer in Dangast zu sehen ist, wird er mitspielen.

Und was sagen seine Kumpel zu seiner Leidenschaft fürs plattdeutsche Theater? „Da krieg’ ich keine Sprüche“, sagt der Schüler der IGS Zetel-Süd, „die finden das cool“. Durch nichts würde er sich von der Schauspielerei abbringen lassen: „Da brenn’ ich für“, sagt der 16-Jährige, der sich auch vorstellen könnte, nach der Schule eine Schauspielschule zu besuchen.

Aber erstmal steht am Freitag die Premiere von „Champagner to’ n Fröhstück“ an. Es geht um Marie und Valentin, die sich dem Seniorenheim beziehungsweise den Fängen ihrer Kinder entziehen wollen. Auf der Suche nach einer eigenen Wohnung entschließen sie sich, eine Rentner-WG zu gründen.

Und das zum Entsetzen der lieben Kinder und der intriganten Nachbarin, jedoch zur Freude von Valentins bestem Kumpel Kuddl, der sich recht schnell ebenfalls mit einmietet. Was keiner weiß: Valentin ist ein viel gesuchter Kunstdieb. Nun stehen plötzlich alle auf der Matte: die Polizei, die Kinder, die bösartige Nachbarin und der überforderte Vermieter. Nur Valentin fehlt und eine Suche nach ihm beginnt.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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