Varel Vor 100 Jahren gründete Walter Gropius (1883–1969) das Staatliche Bauhaus, inzwischen meist nur Bauhaus genannt, als Kunstschule in Weimar. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Baumeister in Varel dem Vorreiter allerdings schon weit voraus.

Zwar gibt es in der Stadt sowie in der Friesischen Wehde kein Bauhausgebäude. Dem sehr nahe kommt allerdings das alte Hansa-Gebäude an der Neumühlenstraße 43. Der denkmalgeschützte „Betonbau“ wurde schon 1911 von dem Architekten Richard Schellenberger erarbeitet und war in seiner Form ein ungewöhnlich moderner Entwurf.

„Er ist aber viel früher entstanden, also vor der Gründung des Bauhauses“, sagt Sascha Biebricher, Partner im Architektenbüro Kapels in Zetel: „Es sind aber Entwicklungs- und Entwurfstendenzen deutlich ablesbar.“ Auf Bitten des „Gemeinnützigen“ hatte der Diplom-Ingenieur gemeinsam mit Hartmut Kapels, dem Architekten Reinhard Holz aus Varel und Prof. Dr. Heike Sander vom Schlossmuseum Jever zu dem Thema recherchiert.

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Das historische Bauhaus stellt heute die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert dar. In diesem Stil hat die NWZ heute auch ihre Titelseite gestaltet. Das Bauhaus bestand von 1919 bis 1933 und gilt heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde, der Klassischen Moderne auf allen Gebieten, der freien und angewandten Kunst sowie Architektur. Die Resonanz des Bauhauses hält bis heute an und prägt wesentlich das Bild modernistischer Strömungen.

Das Hansa-Gebäude war bis zur Schließung des Werks im Jahr 1930 Standort für die Herstellung von Automobilen der Marke Hansa. Das Werk war lange Zeit einer der größten Arbeitgeber Varels und beschäftigte in Spitzenzeiten über 1200 Mitarbeiter.

Seit der Schließung wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt. 1959 wurde es von der Standortverwaltung Varel übernommen, die dort Verwaltung, Handwerkerstuben und Bekleidungskammer unterbrachte. Nach Auflösung der Standortverwaltung steht das Gebäude seit 1996 leer.


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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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