Schortens Gefragt nach der größten technischen Errungenschaft des 20. Jahrhunderts, antworten Männer gern: „Der Flug zum Mond.“ Frauen sagen eher bescheiden: „Die Erfindung der Waschmaschine.“ Dass dieser Kalauer einen wahren Kern enthält, zeigt eindrucksvoll die neue Ausstellung des Heimatvereins „Omas Waschtag“ im Heimathaus, die am Sonntag, 22. September, um 11.15 Uhr ihre Pforten öffnen wird.

Alle Utensilien rund ums Waschen haben die Macher der Ausstellung, Heino Albers, Peter Homfeldt und Ilse Detjen, zusammengetragen. Wohl älteste Ausstellungsstücke sind Bügeleisen noch aus der Kaiserzeit, die mit Glut befüllt werden mussten. Und auch die Nachfolgemodelle gibt es zu sehen bis hin zu einem Bügeleisen, das auch als Kochplatte zu benutzen ist.

Waschzuber und Wäschekessel aus Holz und Metall stellen sie aus – und wenn die Ausstellung eröffnet ist, werden die Mitglieder des Heimatvereins vor dem Haus einen Waschkessel anheizen und zeigen, wie man mit der Hand und dem Wäschestampfer versucht hat, die Wäsche blütenweiß und sauber zu bekommen. Und natürlich darf das Persil für das „weißeste Weiß aller Zeiten“ oder „Henkel’s Bleichsoda“ nicht fehlen. Waschmittel und teilweise die Werbung sind auch Teil der Ausstellung.

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Eines macht die Ausstellung deutlich: Waschen war schwere körperliche Arbeit, die überwiegend von den Frauen geleistet wurde. Einen ganzen Tag pro Woche, meistens den Montag, verbrachten die Hausfrauen damit, mühselig die Wäsche der Familie wieder sauber zu bekommen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 22. September, um 11.15 Uhr eröffnet und ist bis 20. Oktober jeweils am Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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