Varel Es dauert keine Minute, dann ist es mucksmäuschenstill in der eben noch so turbulenten Kinderschar. Gespannt verfolgen die Mädchen und Jungen die abenteuerliche Geschichte vom Grüffelo und der kleinen Maus, vorgelesen von Renate Ude, in Bildern auf Leinwand projiziert von Ulrike Marks.

„Wintergeschichten“ nennt sich die Aktion, bei der an Grundschulen und Kindergärten vorgelesen wird – und auch in der Vareler Stadtbibliothek in der Nebsallee, in der sich jetzt beim „Bilderbuchkino“ gut zwei Dutzend Kinder im Vor- und Grundschulalter für das Buch begeisterten.

Lesefreude zu wecken, das hat sich Ulrike Marks zum Ziel gesetzt. Vier Jahrzehnte lang hat sie als Sonderschulpädagogin in Varel gewirkt, 2013 ging sie in Pension und fand endlich mehr Zeit für das, was sie schon zuvor neben ihrem Beruf geleistet hat.

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In der Bürgerstiftung Varel, zu deren Gründungsmitgliedern sie gehört, wirkt sie im Vorstand mit, im Förderverein der Pestalozzischule war sie bis vor kurzem Kassenführerin und organisiert dort nach wie vor den Bücherbasar, und als Lesepatin ist sie noch regelmäßig im Unterricht. Bei der Frauenkino-AG engagiert sie sich, und beim Internationalen Frauentag im März bringt sie sich tatkräftig ein.

Einen Schwerpunkt ihres ehrenamtlichen Engagements setzt Ulrike Marks auf Literatur. Das Vorleseprojekt „Wintergeschichten“ war das erste Vorhaben der Bürgerstiftung – mit dem Ziel, Kinder wieder an Bücher und das Lesen heranzuführen, um so ihre Sprachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit zu schulen. Freude am Lesen will sie wecken, und „Vorlesen hat auch etwas mit Zuwendung zu tun“. Schließlich sei das Buch auch eine wertvolle Alternative zu den digitalen Medien und zur Minderung des Fernseh-Konsums.

Bei den „Wintergeschichten“ wird den Mädchen und Jungen aus Kinder-, Märchen- und Fabelbüchern vorgelesen, dann werden die Geschichten wiederholt. „Lesen soll Spaß machen, das wollen wir hier vermitteln“, betont Ulrike Marks, und das geht bei der Aktion der Bürgerstiftung mitunter besser als in der Schule. „Weil hier keine Bewertung erfolgt.“

Die pensionierte Sonderschulpädagogin findet bei dieser Aktion gute Unterstützung. 18 Frauen sind es, die bei diesem Projekt mitwirken „und unheimlich engagiert und interessiert sind“. Außer den Vorlesestunden gibt es Fortbildungen, Fahrten zur Kinderbuchmesse in Oldenburg und einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch.

Auch die Stadtbibliothek profitiert von dem Einsatz. 400 Kinder sind hier registriert, die Bücher ausleihen. Und viele haben über die „Wintergeschichten“ Zugang zum Buch erhalten, bestätigt das Team der Bücherei, das über diese Wechselwirkung ausgesprochen erfreut ist.

Gelesen wird zwischen den Herbst- und den Osterferien immer donnerstags von 15 bis 16 Uhr in der Stadtbücherei an der Nebbsallee. Und im Herbst, zum Auftakt der neuen Saison, startet Ulrike Marks mit Laptop, Beamer und Leinwand wieder das Bilderbuchkino. Doch zuvor wartet noch ein weiterer Höhepunkt, eine Autorenlesung mit Gerald Chmielewski am Mittwoch, 25. März, um 15 Uhr in der „Weberei“.

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