BOCKHORN Es war ein sehr gelungener, vergnüglicher Theater-Abend, eine überzeugende Premiere. Vor vollem Haus – rund 250 Zuschauer – ging am Sonnabend im Hotel Hornbüssel die Komödie „Wenn dat üm de Wusst geiht“ schwungvoll und pointiert über die Bühne. Für das Amateur-Ensemble, die Theater-Gruppe Bockhorn, gab es zu Recht stehende Ovationen.

Sie hat etwas Besonderes, diese Bockhorner Theater-Szene. Das Publikum kommt mit viel Vorfreude und spannungsvoller Erwartung ins Haus, und diese besondere Aufmerksamkeit prägt die ganze Aufführung: Die Zuschauer gehen mit, lassen sich nicht den kleinsten Gag entgehen; manchmal wird schon gelacht, wenn sich die entsprechende Szene auch nur erst anbahnt. Es stellt sich ein, was Theater eigentlich immer haben sollte: eine beständige intensive Interaktion zwischen Publikum, Darstellern und Dargestelltem.

„Wenn dat üm de Wusst geiht“ ist eine plattdeutsche Komödie von Fred Redmann, die ein realistisches Thema aufgreift: die drohende Verdrängung eines dörflichen Schlachter-Betriebes mit Laden durch einen Supermarkt mit Fleisch-Abteilung. Inhaber Peter Mett (Hergen Brunken), ganz selbstbewusster Selbstständiger, lässt sich nicht so leicht unterkriegen, sondern nimmt mit seinem Altgesellen Hajo Pein (Klaus Kuhlmann) den Kampf auf. Er greift zu ungewöhnlichen Werbe-Methoden, engagiert gar die Striptease-Tänzerin Ludmilla Lendenfein (Carmen Bargmann), und auch Hajo unternimmt so einiges, was Verwicklungen mit dem Dorfpolizisten Hermann Pütscherbeck (Torsten Indorf) einbringt. Für Probleme sorgen auch die machtbewusst-intrigante reiche Kundin Magda Hansen (Sabine Krüger) und ihre weltfremd-unterentwickelte Tochter Cäcilie (Änne Lipskoch), aber am Ende kommt alles ganz anders, als der Peter mit der Supermarkt-Leiterin Beate Strömer (Martina Indorf)... Doch das wird hier nicht verraten.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Es ist eine geschlossene Ensemble-Leistung; die Schauspieler verstehen es, in der angemessenen Balance zwischen komödiantischer Zuspitzung und Realismus zu agieren. Es gibt viele Höhepunkte, etwa den mal kauzig, mal leicht deppert, dann wieder verschmitzt daherkommenden Hajo, die bei aller Verruchtheit zugleich bodenständige Ludmilla, den bei aller Amtswürde menschlich-fairen Polizeibeamten, die dünkelhaft-dreiste Magda Hansen und ihre an sexueller Naivität leidende Tochter Cäcilie, schließlich Peter und Beate, die sich zunächst bekriegen.

Karten für die weiteren Vorstellungen gibt es im Vorverkauf bei Eisenwaren-Drenkwitz in Bockhorn, Gartenstraße. Gespielt wird jeweils ab 20 Uhr im „Hotel Hornbüssel“ am 15., 16., 17., 19., 20., 21., 22., 24., 26., 27. und 29 Februar. Die Vorstellung am 22. Februar ist bereits ausverkauft.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.