JEVER Von der Schweiz über Venedig nach Chicago, anschließend nach Griechenland und zuletzt nach Andorra führt die Reise, auf die die Landesbühne Nord in ihrer neuen Spielzeit die jeverschen Theaterbesucher mitnehmen will.

Los geht die Reise am Freitag, 21. September, im Theater am Dannhalm mit dem Klassiker „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller. Die Bearbeitung von Christian Hockenbrink kommt dabei nicht als folkloristisches Historienspektakel daher, sondern als Stück über einen, der weder Politiker ist noch Taktiker oder Revolutionär. Hockenbrinks Tell mag nicht politisieren, vielmehr hilft er sich selbst und nimmt sich seine Freiheit.

Diese Inszenierung ist das erste von sechs Stücken, mit der die Landesbühne Nord das Thema „Theater um Demokratie“ besonders in den Vordergrund stellt.

Mit einer beschwingten Komödie des estnischen Schauspielers und Autors Jaan Tätte geht es am 12. Oktober weiter. „Fasten Seat Belts oder Viel Glück zum Alltag“ nimmt erfrischend und originell das ewig heikle Thema der Dreiecksbeziehungen aufs Korn.

Verzwickte Beziehungen, Verwicklungen und jede Menge Juristen bringt die Landesbühne am 9. November mit „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare auf die Bühne, um sich dann am 7. Dezember erneut an ein Musical zu wagen: „Blutsbrüder“ von Willy Russell ist ein außergewöhnliches Stück von besonderer Intensität, bietet brillante Unterhaltung und bisweilen erschütternde Tragik. Regie bei der Geschichte über die Zwillinge, die getrennt aufwachsen und später beste Freunde – Blutsbrüder – werden, führt Michael Blumenthal.

„Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ steht am 25. Januar auf dem Spielplan im Dannhalm-Theater. Bertold Brecht erzählt mit dem Aufstieg des Chicagoer Ganoven Arturo Ui die Geschichte des legendären Al Capone nach amerikanischem Muster: Dollars in der einen, die Browning in der anderen Hand. In der Gangsterballade schimmert aber noch eine andere Figur durch – Adolf Hitler. Das Stück ist eine Satire auf den Naziführer und dessen Weg an die Macht.

Klassisches folgt am 15. Februar mit „Die Orestie“ von Aischylos: Es ist nicht nur ein fesselndes Familiendrama, sondern auch eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass die Spirale von Gewalt und Gegengewalt die Menschheit schon seit Jahrtausenden bewegt.

Deutlich leichtere Unterhaltung bietet das Theater am 28. März mit dem Musical „Sugar – Manche mögen’s heiß“ nach der unvergessenen Filmkomödie „Some like it hot“ von Billy Wilder mit Marilyn Monroe als Sugar.

Vorletzte Aufführung der Spielzeit ist „Landnahme“ von Harry Newmann am 11. April. Das Stück über den Überfall eines Unbekannten auf Leben und Besitz eines Paares erzählt die stets wiederkehrende Geschichte der Unterdrückung. Die Spielzeit endet am 23. Mai mit „Andorra“ von Max Frisch – Thema ist ebenfalls die Unterdrückung und die Vernichtung des Außenseiters.

Die Theaterabende beginnen jeweils um 20 Uhr. Karten und Abonnements gibt es ab sofort im Rathaus Jever bei Irmgard Wilms, Tel. 04461/ 939 107.

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