VAREL Eine vertrackte Situation: Das liebe Geld aus Michaels Erbschaft ist aufgebraucht, die Briefe mit Rechnungen stapeln sich, ein Job ist nicht in Aussicht. Und dann verschwindet Michael auch noch. Ehefrau Regina weiß nicht mehr weiter, und Freundin Hella ist ihr auch keine wahre Hilfe: „Und wenn er nun in die USA oder sogar nach Amerika gegangen ist?“ Turbulent geht es zu in der Krimikomödie „As Phönix ut de Asch“. Die Niederdeutsche Bühne Varel feierte am Freitagabend ihre Premiere des Stücks im Vareler „Tivoli“.

Ein Darsteller – drei Rollen

In dem Stück schlüpft ein Darsteller in gleich drei Rollen, was Harald Kaminski ausgezeichnet gelang: Er gab sowohl den erfolglosen Musiker und Komponisten Michael Förster als auch dessen Zwillingsbruder Max Förster – und den wiederum mal als vagabundierenden Söldner und Weltenbummler „auf der Flucht“ und mal als gestandenen und selbstsicheren Geschäftsmann mit Einfluss und Beziehungen. Ob als „Göttergatte“, Vagabund oder Geschäftsmann, Harald Kaminski war in allen Rollen zu Hause.

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Hin- und hergerissen fühlt sich da Michaels Frau Regina, dargestellt von Bärbel Freese. Ihr sind ihre widersprüchlichen Gefühle deutlich anzumerken. Von der ersten bis zur letzten Minute der Aufführung stand Bärbel Freese nahezu ununterbrochen auf der Bühne – und das in Präsentation einer sorgengebeutelten und verliebten bis hin zur verkaterten Ehefrau beziehungsweise Schweinwitwe. Denn schließlich steht Mord oder Selbstmord im Raum, den der leicht „lädierte“, aber dann doch gar nicht so unbeholfene Kommissar Heribert Lausen (Michael Schulz) aufzuklären hat. Schließlich entdeckt er, dass ein Telegramm von Michael noch nach seinem vermeintlichen Selbstmord aufgegeben wurde. Entscheidend zur Aufklärung trägt denn auch die überaus korrekt auftretende Schmuckwarenhändlerin Frau Schnittenköfer (Birgit Renken) bei. Der Spiel der Akteure mit deren Namen sorgt für zusätzliche Erheiterung beim Publikum.

Kommissar Lausen kann den Fall letztendlich zum Erfolg führen. Verlierer ist er hingegen immer wieder in seinem Kampf gegen den großen, roten Sitzsack, der ihn entweder unfreiwillig gefangen nimmt oder auch schon mal hinterrücks umwirft, unterstützt auch von der selbstsicheren und resolut auftretenden Nachbarin und Freundin von Hausherrin Regina, Hella Sommer (Heike Wessels).

Witz und Kurzweil

Die Regisseure Helma Conrads und Alf Hauken haben die Krimikomödie von Ralf Becker, niederdeutsch von Jan Harrjes, mit viel Witz und Kurzweil auf die Bühne gebracht. Die Kostüme war für die verschiedenen Charaktere maßgeschneidert (Meike Löffel und Kerstin Kaminski), und auch die Maske saß (Helga von Eßen, Nicole Beyer und Mona Lühring). Einziger Wermutstropfen war ein Brummen aus den Lautsprechern, das die Aufführung begleitete.

Das Publikum hat den Auftritt aller Darsteller mit viel Applaus bedacht, auch schon mal mit Szenenapplaus, und sich zum Abschluss mit anhaltendem Beifall bei allen Beteiligten bedankt.

Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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