JEVER Weit gespannt ist der Rahmen der neuen Ausstellung „Wenn die Seele sichtbar wird V“ in der Galerie im Lokschuppen. In einem Nebeneinander von Malerei, Bildhauerei, tänzerischen Elementen und Fotografien mit Impressionen aus einem Skulpturengarten bietet die Künstlerin Inge Vogt dem Betrachter Einblicke in die menschliche Seele, in Hoffnungen und Ängste.

Nach einer Begrüßung durch Hans-Jürgen Theiß vom Künstlerforum führte Renate Ottens in das Werk der in Oldenburg lebenden Kunsterzieherin und Tanzpädagogin ein. Beispielhaft transportiert die Installation „Die Frauen von Nidden“ in Ton, Stahl und Eiche inneres Sehen und Fühlen. In unterschiedlichen Gesichtsausdrücken beklagen die sieben Figuren den durch Wanderdüne und Pest eingezogenen Tod und die Zerstörung des Dorfs Nidden auf der Kurischen Nehrung.

Geheimnisvolles und Magisches zeigt auch die Werkgruppe der „Windfrauen“. In Stahlstangen schweben in Ton modellierte Köpfe im Raum. Durch ihre strenge Frontalität und die Dominanz der Augen fesseln sie den Betrachter. Figürliche Plastiken – Frauentorsi – ergänzen die Installationen thematisch, indem sie Befindlichkeiten wie Trauer und Einsamkeit in sich tragen. Andere Tonplastiken sind in der Körperbewegung dem Tanz als elementare Lebensäußerung verbunden.

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Auch in ihren Bildern visualisiert Inge Vogt den Tanz, den Augenblick der Konzentration, der Körperbeherrschung, der Leidenschaft bis hin zur Ekstase. Dominiert hier expressives Rot, wählt sie in der Serie der „Goldenen Mitte“ einen Goldton. Durch Goldauflagen im Stil der Renaissance erlaubt sie Blicke in eine Welt von Harmonie und Schönheit. Eingebettet in diese Arbeiten sind in Form der Collage Zeichnungen, Gedichte und Noten, die die Seele berühren und Trost spenden.

Die Seele wird auch sichtbar, wenn die Künstlerin zur Figürlichkeit zurückkehrt in ihrem Werk „Frau und Meer“ – vielleicht als Reminiszenz an die Kindheit in Ostrhauderfehn. Fragmentarisch hingegen erscheinen die Figuren der Serie „Zwiegespräch I bis VIII“, die im Jubiläumsjahr Fräulein Maria gewidmet sind. Sie wenden sich im Gespräch einander zu, während in den unteren Bildteilen Fotocollagen von friesischen Haustüren die Bereitschaft des Zuhörens und die Gastfreundschaft symbolisieren.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 1. Mai sonntags, montags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr.

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