BOCKHORN Auf diese Frau kann man wirklich zählen. Anni Ohmstede feierte gerade ihren 75. Geburtstag, doch auf ihre Töpfe und Pfannen in der Küche des Hotels Hornbüssel in Bockhorn will sie nicht verzichten. Und Tochter Elke Ohmstede-Arendsen auch nicht. Sie leitet das Hotel, doch die Ansage ist klar: „Der Herd ist Annis Revier.“

Da ist schon lange so, seit 55 Jahren, und das soll auch noch lange so bleiben. Die gutbürgerliche Küche im „Hornbüssel“ hat viele Freunde gefunden, der zuvorkommende Service für Saal, Veranda, Clubzimmer, Gaststube und Kegelbahnen auch, und darum finden sich im Terminkalender für 2012 schon wieder viele Eintragungen – sogar die ersten Weihnachtsfeiern wurden bereits gebucht.

Das Haus hat eine lange Tradition. Einst trug die Gaststätte den Namen „Zum Goldenen Elefanten“. 1919 erwarb Hermann Gerhard Diedrich Ohmstede, der Großvater der heutigen Inhaberin, den Krug, 1956 übernahm ihn Johann Diedrich Ohmstede mit seiner Ehefrau Anni. Der in Bockhorn sehr beliebte Wirt verstarb bereits 1986, Anni machte weiter „im Sinne von meinem Mann“, wie sie heute sagt. 2008 folgte Elke Ohmstede-Arendsen.

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Viele Geschichten kann Anni Ohmstede erzählen, über die Schützenfeste hinter dem Haus, über die zahlreichen Vereinsfeste, Hochzeiten und sonstigen Ereignisse. Bis heute ist das Hotel Hornbüssel erste Adresse für Boßelverein, Feuerwehr, Marinekameradschaft, Frauenchor, Kaninchenzuchtverein, SoVd und VdK. Und bald beginnen wieder die Aufführungen der Theatergruppe Bockhorn. Allein 40 Kegelclubs lassen die Kugeln auf den beiden Doppelbahnen rollen.

Die Liste der Stammgäste ist nicht zu erfassen, dazu gehörte früher vor allem Auktionator und Rechtsbeistand Hugo Dirks, dem Anni Ohmstede bei der Übernahme des Hotels viel zu verdanken hat. „Aber ich hatte auch meinem Vater bei der Buchhaltung immer über die Schulter geguckt“, erzählt sie. Der frühere Bürgermeister Ewald Spiekermann ist dem Lokal weiterhin eng verbunden – vor seiner Amtszeit kellnerte er selbst zehn Jahre lang bei Bällen im Saal. Elke Ohmstede-Arendsen findet in der Führung des Hotels große Unterstützung bei ihrer Familie, von ihrem Ehemann Johan Arendsen bis hin zu den Neffen. Aber eine wichtige Stütze sind die Mitarbeiterinnen, von denen einige schon sehr lange dabei sind. Ingrid Sassen gehört seit gemeinsamen Kindertagen dazu, Christa Bauerkämper seit 45 Jahren. Ob Ida, Herma, Elke, Hannelore oder all die anderen fleißigen Helferinnen, sie alle sagen: „Anni ist die Seele des Hauses.“ Die Familie Ohmstede wird weiter für ihr Hotel sorgen, die nächste Generation mit Sohn Christoph ist schon vorhanden. Doch erst mal führt Anni die Regie. Ihre Lieblingsbeschäftigung in der Küche: „Schnitzel klopfen.“

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