Wiefels Offenbar gibt es irgendwo ein Haus, in dem die Menschen unnormal alt werden. Eigentlich ein Grund zur Freude, nicht aber für Sarah Treu (Sonja Bedenk) von der Rentenkasse, die in dem langen Leben der Bewohner einen großen Schwindel vermutet. Kurzerhand beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen.

Bei der Premiere des neuen Theaterstücks der Theatergruppe Wiefels am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus sorgten die skurrilen Figuren aus der Feder von Anja Willms-Janssen für viele Lacher.

Denn „Das Haus der lebenden Toten“ ist ein ganz besonderer Ort: Die Bewohner Sieglinde Walker (Florian Warnke), Siegmund Stahl (Jan Ole Freiberg), Frederike Schön und Otto von Ottersberg haben sich geschworen, dass sie nur gemeinsam unter die Erde gehen. Als Otto von Ottersberg dann aber doch das Zeitliche segnet, wird er kurzerhand einbalsamiert.

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Tolle Schauspieler

Das führt zu komischen Situationen. Etwa wenn der habgierige Archäologie-Student Joachim Gutsberg, überzeugend gespielt von Dennis Ahlrichs, sich auf der nächtlichen Suche nach der Grabplatte des Pharaos Tutenchamun, die irgendwo im Haus versteckt sein soll, vor dem einbalsamierten Otto von Ottersberg erschreckt. Sein Geschrei weckt das ganze Haus auf, er wird von der resoluten Frederike Schön – sehr gut verkörpert von Petra Klaus – niedergeschlagen.

Reinhard Rensch überzeugt dabei als Otto von Ottersberg, der nahezu regungslos im Rollstuhl verharrt. Eine lebendige Person zu verkörpern, ist schon eine Herausforderung, aber einen Toten zu mimen, erfordert Durchhaltevermögen.

Als gemeinsam mit Sarah Treu von der Rentenkasse auch noch die junge Engländerin Viola Slim auftaucht und erklärt, sie sei auf der Suche nach ihrem unbekannten Vater, nimmt die Geschichte weiter Fahrt auf.

Hinzu kommt auch noch der Sohn von Sarah Treu (Heiko Willms), der offensichtlich ein Auge auf die junge Engländerin geworfen hat.

Wer am Ende sein Glück findet, sei es in Form des verlorenen Vaters, einer neuen Liebe, der Grabplatte des Pharao oder der Enthüllung eines großen Schwindels, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Neben den Darstellern sorgten Andrea Gerdes und Sonja Weerts dafür, dass die Akteure über Texthänger hinwegkamen. Regie führte Anja Willms-Janssen.

Weitere Vorführungen

Weitere Aufführungen im Dorfgemeinschaftshaus in Wiefels sind am Freitag, 7. Juni; am Sonnabend, 8. Juni; am Freitag, 14. Juni und am Sonnabend, 15. Juni. Alle Aufführungen beginnen um 20 Uhr. In den Pausen zwischen den Akten gibt es wie immer Bratwurst. Karten gibt es bei der Papeterie in Jever unter Tel. 04461/37 03.


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