Schortens Schauspielhäuser und Staatstheater in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden und Hannover – und mittendrin das kleine Schortens: Die Theatertournee von Joachim Król, der kürzlich mit „Der erste Mensch“ nach Albert Camus im ausverkauften Bürgerhaus Schortens auftrat und dort nach Meinung des Publikums eine der fantastischsten und großartigsten Vorstellungen gab, die das Bürgerhaus je gesehen hat, ist ein schönes Beispiel für den überregionalen Stellenwert des Hauses. Das bietet immer wieder auch die Bühne für ganz große Theaterkunst. „Wir sind spitze“, sagte Schortens’ Kulturkoordinator und Bürgerhaus-Leiter Uwe Burgenger selbstbewusst, als er am Mittwochabend die jüngsten Zahlen des Bürgerhauses im Fachausschuss für Sport, Kultur und Tourismus vorstellte.

Zentraler Treffpunkt

Ob Joachim Król, der nicht zum ersten Mal da war, oder Urban Priol, der im November wiederkommt, und dazwischen viele andere prominente Namen: Tatsächlich sei es gelungen, das Bürgerhaus bei den Kulturveranstaltungen in der Spitze der deutschen Veranstaltungshäuser fest zu etablieren. Neben dem eigenen von Bürgerhaus-Leiter Uwe Burgenger und seiner Kollegin Carola Holm organisierten Programm würden zunehmend Agenturen das Haus für ihre Künstler buchen.

Ob Gitte Haenning oder Heinz Rudolf Kunze, die im vergangenen Jahr da waren, oder die schon lange ausverkaufte Johnny Cash Show demnächst würden die hauseigenen Angebote sinnvoll ergänzen. Neben der Mehrarbeit durch die Abwicklung des Vorverkaufs steigen für das Bürgerhaus auch die Einnahmen aus den Vorverkaufsgebühren. 2018 brachte das immerhin 4200 Euro. Die Zusammenarbeit mit dem Ticket­anbieter ADTicket, die es Kunden ermöglicht, ihre Karten auch zu Hause auszudrucken, sei Burgenger zufolge eine wichtige Voraussetzung für Agenturen, den Saal anzumieten. Die allermeisten Karten würden aber weiterhin vor Ort im Kulturbüro verkauft.

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Im Bürgerhaus spielt sich nicht nur das Kulturprogramm mit Theater, Kleinkunst, Kabarett und Konzerten ab. Das Haus ist auch Treffpunkt vieler Gruppen und Vereine. Zehn bis zwölf Gruppen treffen sich dort wochentags, die Nutzung der Räume sei weiterhin sehr hoch. Und das, obwohl es einige Gruppen nicht mehr gibt, weil sie den Generationswechsel nicht hinbekommen haben. Dafür gibt es neue Gruppen, die das Haus füllen, darunter neue Englisch-Gesprächskreise, Literaturtreffs oder die Verbraucherinitiative Bezahlbare Energie.

Besser werden will das Bürgerhaus unter anderem bei seiner Internetpräsenz. Auch bei der Raumbelegung müsse neu geplant werden.

Weiterhin auf sehr hohem Niveau spielt sich das Kulturabo ab. Die 848 Abos im vergangenen Jahr seien das zweitbeste Ergebnis in fast 30 Jahren Bürgerhaus-Geschichte. „Die Abos sind das Rückgrat des Kulturprogramms“, so Burgenger.

Großer Umbau ab 2020

Apropos Bürgerhaus-Geschichte: Das 1987 eröffnete Haus steht vor einer grundlegenden Modernisierung und soll in den kommenden drei Jahren in drei Bauabschnitten und für viel Geld fit gemacht werden für die Zukunft. Bibliothek, Eingangsbereich, Foyer, der große Saal und die Gastronomie werden nach und nach bis 2022 saniert und umgebaut. 2019 wird geplant und ausgeschrieben, ab 2020 gebaut. Parallel wird geplant, ab wann und wohin das Kulturprogramm in der Zwischenzeit ausweichen kann. An der inhaltlichen Ausrichtung des Hauses ändert sich durch den Umbau nichts.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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