Schortens Gratulation und Glückwunsch: Das Schortenser Jugend- und Familienzentrum „Pferdestall“ wird 40 Jahre alt. Am 8. März 1979 ging es los mit dem neuen Treffpunkt für Schortens’ Jugend am alten Brauerweg. Heute, 40 Jahre später, ist der „Pferdestall“ ein Treffpunkt für die ganze Familie. Oma und Opa und kleine Schwester inklusive.

Am morgigen Samstag, 9. März, wird der runde Geburtstag ab 15 Uhr kräftig gefeiert. Leiterin Sandra Gudehus und ihr Team laden zum Empfang. Es gibt Festreden von Bürgermeister Gerhard Böhling und Landrat Sven Ambrosy, die Uraufführung eines selbst geschriebenen Theaterstücks der jugendlichen Besucherinnen unter Leitung von Nina Nigmatulli sowie eine kleine Ausstellung.

Ende der 70er Jahre blickte man mit Skepsis auf solche Häuser: „Jugendzentren haben nicht absehbare negative Folgen für die Gesellschaft“, mahnten Kritiker. Sie befürchteten im „Pferdestall“ einen „Drogenumschlagplatz“, sahen in jedem Besucher einen potenziellen Schläger und kanzelten die Disco und Konzerte als tumbes Berieselungsprogramm ab.

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Heute ist der „Pferdestall“ aus der Jugend- und Sozialarbeit der Stadt Schortens nicht mehr wegzudenken. Das Haus ist Treffpunkt für täglich bis zu 100 Besucher, ist Eltern willkommene Hilfe bei der Ferienbetreuung und bietet Jugendlichen Rückzugsmöglichkeiten und Raum für Kreativität.

Für rund 400 000 Mark hatte die damalige Gemeinde Schortens die Immobilie am Alten Brauerweg erworben und nach den Wünschen der Jugendlichen ausgebaut. Es entstanden ein Discoraum, das Obergeschoss mit Galerie, die Teeküche, Räume für Werken, Basteln und Spielgeräte, ein Fotolabor sowie Gruppen- und Besprechungsräume. Mit einem bunten Programm und im Beisein von Eltern und der lokalen Politprominenz nahmen die Jugendliche ihr Haus in Beschlag.

Erste Leiterinnen war Doris Fuhlbohm, die den „Pferdestall“ etwa zwei Jahre lang führte und später als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schortens arbeitete, und Jutta Brünlow. „Jugendarbeit war damals vor allem Jungenarbeit“, beschrieb Fuhlbohm die Arbeit. Die Jungs sahen den „Pferdestall“ als „ihr Haus“, in dem sich alles nach ihnen zu richten hatte.

Das änderte sich bald, als Fuhlbohm im „Pferdestall“ mit der Mädchenarbeit begann. Ob Filmclub, Disco, Töpfern oder Fotokurse – das Haus und sein Programm wurden bald von vielen engagierten Jugendlichen gemeinsam getragen. Beliebt waren die Rockkonzerte. Viele überregional bekannte Bands traten in Schortens auf. 1979 und 1980 ließ sich Schortens sein Jugendzentrum im Jahr 200 000 Mark kosten.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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