Schortens Mit dem Aufruf, die niederdeutsche Sprache, unser Plattdüütsch als wichtigen Bestandteil unserer regionalen Identität zu bewahren, wandten sich die Friesländischen Plattdeutschbeauftragten Hermann Wilken (Waddewarden) und Wolfgang Busch (Obenstrohe) anlässlich der Eröffnung der „6. Plattdüütsch Week“ an die großen und kleinen Gäste im Bürgerhaus Schortens. Uns Platt, is van bedüden vör uns Regioon und dat dat so blifft daarför staht de beid. Sie bezeichneten die plattdeutsche Sprache, als einen lebendigen sprachlichen Spiegel der Gesellschaft, der nicht aufgegeben werden darf.

Bald ein Studienfach

Hermann Wilken bedank sük bi de Landkreis, de för dat Platt een Bült över hett. Nedderdüütsch weer in de Hansetied de Spraak uns Kuntrei vertell Wilken. He kann dat nich verstahn, dat de in de 60tiger Jahren so bisiedschuven is. Wer Plattdeutsch spricht, versteht vieles aus dem Niederländischen und findet viele Gemeinsamkeiten zu anderen Sprachen zum Biespiel mit dem Englischen. Dat meen ok Spieker-Baas Rita Kroop vom Heimatbund för niederdeutsche Kultur Oldenburg. Se wuss, dat Platt bold an de Universität in Olln’borg to studeren is.

De Grööten ut Schörtens verkünnigde Börgmester Gerd Böhling und he is blied, dat in Schörtens noch en bült Platt snackt word. Böhling is in Ostfreesland grootworden un kun as he in de School keem, kien Hoogdüütsch. De Mester hett hüm un de anner Schoolkinner Hochdüütsch bibrocht. He vertell, dat Plattdüütsch so van Belang is, dat ok de Obrigkeit een de Platt snackt, nich afwiesen dröv. Bedurelk weer, dat Landraad-Stellvertreder Silke Vogelbusch hör Begröten in Hochdüütsch vertell. Se glövt, avers, das Bernd Paluschke van de Ollnburger Landskupp hör dat bibrengt.

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De „Platters“ bünd de musikallks Plattdüütsch-Steerns van’t Jeverland un se bringt uns Regionalsprak ünner de Lüü un dat weer ok in Schörtens so. Över de Döntjes van Hartwig Gerdes juchheuen all’ un bi de Musik mit sien Partsmann Uwe Siuts sung en of anner mit. Wanda Weerdas (Sande) teihn Minüüt-Vördrag van de Vader de vör Arbeit sien Famielje achterwegslaten hett wies up, dat man in Platt ok eernst över de Tied schrieven kann.

Lieder eingeübt

Beim eineinhalbstündigen „Plattdüütsch Namiddag“ begeisterten die Schülerinnen von der Grundschule Hafenstraße mit denen Plattdeutschbeauftragter Wolfgang Busch bekannte Lieder und „Riemels“ eingeübt hatte. Nur zweimal hatten Philipp Theesfeld und Andre Jodanow Ukulele/Gesang mit ihrer Lehrerin Elke Theesfeld von der Oberschule Varel geübt. Ihre plattdeutschen Lieder und Spielszenen bewiesen Routine und Sprachkompetenz. All’ Kinner hebbt wiest, dat hör dat en grote Freid makt, de gor nich „uncoole“ Sprak to lehr’n und to snacken.

Die Beteiligung an „disse Week snackt wi platt in Freesland“ war groß, so dass ein Programm für 14 Tage entstand. Den Abschluss im Jeverland bildet der Erntedankgottesdienst in plattdeutscher Sprache mit Pastorin Anna Bernau und Lektor Horst Hinrichs am Samstag, 13. Oktober, auf der Hofstelle Heinen in Elisabethgroden.

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