Schortens Max Uthoff legt gleich die Richtung fest: „Der Satz ,Mit dem Herzen sieht man besser‘ steht so nicht in der Straßenverkehrsordnung.“ Und entsprechend ist seine Analyse auch so klar wie einfach: „Der Weltgeist scheint einen an der Klatsche zu haben.“

Max Uthoff ist Jurist, Satiriker und Kabarettist und moderiert an der Seite von Kabarett-Kollege Claus von Wagner „Die Anstalt“ im ZDF. Jetzt eröffnete er die 25. Spielzeit des Bürgerhauses Schortens mit verbindlichem Auftreten gepaart mit Ironie, Bösartigkeit und Sarkasmus auf allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ebenen.

Ganz besonders hat er es auf das Wirtschaftssystem abgesehen – speziell, wenn es sich neoliberal gibt. Das fängt an beim erhöhten Mehrwertsteuersatz im Pornokino. Es fehle dort das Gemeinschaftserlebnis eines normalen Kinos, so die Begründung des Finanzamts. Und genussvoll malt Uthoff sich aus, wie Angela Merkel bei Liz Mohn und Friede Springer zum Tee eingeladen ist und sie bestenfalls an der Teetasse nippen dürfe. Dort zeige sich, dass „die Demokratie nur das Betriebssystem des Kapitalismus“ sei. Und die Bundesrepublik sei längst in eine Stiftung zur Mehrung des Vermögens der Wirtschaft überführt worden.

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„Good Cop – Bad Cop“ das ist die Rollenverteilung von Angela Merkel und Horst Seehofer. Ein guter Slogan für die Kanzlerin wäre: „Angela Merkel – macht nix.“ Immerhin einer bleibt scheinbar ungeschoren: „Markus Söder – ich kann aus der Sicht des politischen Kabarettisten nur uneingeschränkt ja zu ihm sagen.

Eine komplette Religion zum Wirtschaftssystem mit dem Markt als Heiligem Geist, den Rating Agenturen als Propheten, den Banken als Gotteshäuser, den Dax-Werten als Ritualen und der Staatsverschuldung als Teufel entwirft er. Und wenn das Geld, das wir den Griechen geben, gleich wieder zu deutschen Banken zurückkehrt, kommentiert er: „So hat’s wenigstens mal die Sonne gesehen.“

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