Roffhausen Rund 40 Quadratmeter Ausstellungsfläche für ein gut 45 Jahre währendes Kapitel Schortenser Industrie- Geschichte: Seit zehn Jahren ist auf dem TCN-Gelände in Roffhausen in Gebäude 7 die Dauerausstellung über die Olympia-Werke zu sehen.

Olympia-Museum

Der Besuch ist montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr möglich. Anmeldung unter 04421/97 840 ist erforderlich. Einzelbesucher werden Gruppen zugeordnet.

Der Heimatverein Schortens betreut das kleine Museum, das die Erinnerung an die Olympia-Schreibmaschinenwerke wachhält. Peter Homfeldt vom Vorstand des Heimatvereins sowie Ina Wiemers und Meike Harms-Janssen vom TCN-Büromanagement nehmen die Gäste in Empfang, geben ihnen in einem Referat Einblicke in die Geschichte des 1903 entstandenen Unternehmens, dessen Weg von Erfurt über Bielefeld in den späten 1940er Jahren nach Schortens führte. Nicht nur Roffhausen, sondern die gesamte Region wurde durch die Olympia-Werke für Generationen geprägt, erklären Peter Homfeldt und Heimatvereinsvorsitzender Johannes Peters.

Der damalige und vor einigen Jahren bereits verstorbene Heimatvereinsvorsitzende Alfred Amman, selbst lange Jahre „Olympianer“, gab ab 2007 den Anstoß zum Aufbau des Museums, das zwei Räume umfasst und 2009 eröffnet wurde. Die inzwischen in Süddeutschland lebende Historikerin Regina Rüdebusch, die Informationen für ihre Diplomarbeit suchte, war damals auf den Heimatvereinsvorsitzenden zugekommen.

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In den ersten Jahren besuchten jährlich rund 500 Gäste die Ausstellung. Von der Schülergruppe bis zum Ehemaligentreff waren schon im Olympia-Museum, das beim TCN kostenfreier Gast ist. Für Schülerinnen und Schüler kann auch Kontakt zu Betrieben auf dem TCN-Gelände hergestellt werden.

Zu den „Olympianern“, die sich noch gut an die schöne Zeit dort erinnern, gehört der 93-jährige Helmut Hoffrogge. Der Sander, der in Silland aufwuchs, hatte auf der Kriegsmarinewerft in Wilhelmshaven Werkzeugmacher gelernt. Als 60. Mitarbeiter wurde er 1947 in Roffhausen eingestellt, war im Materiallager tätig, als vor der Währungsreform Kupferrohre noch als Währung galten, und legte 1951 seine Prüfung zum Mechanikermeister ab. Helmut Hoffrogge ging 1984 in Vorruhestand. Er hat noch seinen Werksausweis und die Arbeitsordnung der Bielefelder Schreibmaschinenwerke.

Lange Jahre schrieb er als Kassenwart des Heimatvereins auf seinen beiden Schreibmaschinen, denen mittlerweile die Farbbänder fehlen. Hoffrogge wirkte 2018 an einem Film über das Olympia-Museum mit, der vor Ort erworben werden kann.

Peter Homfeldt, der die Ausstellung pflegt, begann 1953 seine Feinmechanikerlehre und blieb bei den Olympia-Werken bis 1989 als verantwortlicher Produktplaner beschäftigt. Interessierte, die Maschinen oder Dokumente besitzen, können Kontakt zu ihm aufnehmen.

Es gibt ein kleines Archiv, das unter anderem Konstruktionsunterlagen, Bedienungsanleitungen und die Firmenzeitschrift „Olympia-Ring“ enthält. Der Aufbau des Museums wurde von der „Ja wir“-Stiftung, der Philipp-Orth-Stiftung und der Volksbank Jever gefördert. Das Land Niedersachsen gab 2012 Geld für staubdichte Vitrinen. Peter Homfeldt arbeitet auch gern einen neuen Museumswart ein.

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