Schoost „Ruhe am Set!“ Sexfilmproduzent Ralle Schwansen – allein der Name ist schon ein Verkaufsschlager – raunzt das Theaterpublikum in Schoost an, wenn er eine neue Szene drehen will und sich die Zuschauer in der Waldschänke kringeln vor Lachen. Jacky Jaqueline und Randy Andy sind die Hauptdarsteller in seinem neuen Sexfilmchen „1,2,3... Oberkörper frei“. Schwansen bringt die Kamera in Position. Klappe. „Und Action!“, kommandiert Schwansen. Doch Jacky (Nicole Even Tykiel) zickt: „Ich mach Ritsche-Ratsche nur, wenn’s Licht aus ist. . .“

Termine und Kartenvorverkauf

Noch achtmal zeigt die Theatergruppe Schoost ihr Stück „Eins, zwei drei ... Oberkörper frei“: Am heutigen Mittwoch, 15 März, sowie am 17., 18., 22., 24. und 25. März jeweils um 20 Uhr. Außerdem am 19. und 26. März um 16 Uhr in der Waldschänke.

Karten gibt es unter Tel. 04461/84 560 für sieben Euro bei Alma Wilken.

Der mit goldenen Ketten und Klunkern schwer behangene und mit knallroter Bomberjacke aufgeplusterte Schwansen ist die Karikatur eines Pornoproduzenten und der eigentliche Star am Set. Wenn Ralle Schwansen alias Rolf Hesselbarth den Macker gibt und seine zotigen Sprüche ablässt, dann gibt’s kein Halten mehr. Der Typ in dieser Rolle ist schon allein das Eintrittsgeld wert.

In der neuen Komödie der Theatergruppe Schoost, die genauso heißt, wie Ralle Schwansens Sexfilm und mit der die Truppe nun Premiere in der „Waldschänke“ in Schoost feierte, kommt man aus dem Lachen kaum noch heraus. Trotz des albernen Titels ist es eine Klamotte, bei der Lust und Liebe verballhornt werden und alle Klamotten anbleiben. Außer bei Randy Andy (Thomas Staak). Der Berufsanfänger in der Sexbranche legt in einer Szene einen Striptease hin, der sogar die verklemmte Ordnungsamtsfrau Ingeborg Ziege (Cordula Staack) verzückt.

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Es gibt eigentlich nur skurrile Typen in dieser Komödie von Carsten Lögering. Die beiden dösigen Dauerstudenten (Ben Hakvoort und Lukas Jimeno-Hoffmann) etwa, die beim Blick auf den leeren Kontostand auf eine Annonce von Ralle Schwansen antworten, der eine diskrete Wohnung für den Dreh eines „Heimatfilms mit Zärtlichkeit und viel Gefühl“ sucht. Sie bieten ihm ein leeres Zimmer im Dachgeschoss des Mietshauses an, in dem Vermieter und Hausmeister Heinz und Hausdrache Heidi Klatschmohn (Reiner Altemöller und Sima Tifosi) für Ordnung sorgen.

Lange bekommen die nichts mit vom Treiben unter ihrem Dach, was natürlich für allerhand Missverständnisse und eindeutig zweideutige Wortspiele beim Aufeinandertreffen mit Regisseur und Darstellern sorgt. Dann ist da noch Oma Grete (Andrea Wolken), die immer schon zum Film wollte und hofft, dass man nun endlich ihr großes Schauspieltalent erkennt. Randy Andy bekommt Panik: „Ich wusste, dass unsere Branche das älteste Gewerbe der Welt ist. Aber dass ich ausgerechnet mit einem Gründungsmitglied spielen soll. . .“

Natürlich sind diejenigen, die für Anstand und Moral einstehen, letztlich diejenigen, die am meisten zu verbergen haben.

Unnötig zu erwähnen, dass die kleinen Pannen, Texthänger und die Schlagfertigkeit der Akteure wieder das Salz in der Suppe waren. Und natürlich wurde auch Premierengast Gerhard Böhling für eine kleine Szene eingespannt: Schortens’ Bürgermeister musste dem unter der Fuchtel seiner Frau stehenden Heinz Klatschmohn beim Kelleraufräumen helfen.

Wer es verpasst hat: Heute abend um 20 Uhr gibt es in der Waldschänke Schoost die nächste Aufführung.


Mehr Premierenbilder unter   www.nwzonline.de/fotos/friesland 
Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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