VAREL Die ,,Niederdeutschen“ boten sehr gutes Amateur-Theater. Sie sind ihrer Sache hingegeben, dass es eine Freude ist.

Von Peter Stange VAREL - Es war eine gelungene, sehr überzeugende Premiere. Ungemein temporeich, pointensicher und präzise durchinszeniert ging die Farce „Danz up de Stäe“ am vergangenen Freitagabend über die Bühne. Das Publikum im vollbesetzten Tivoli-Saal dankte es dem Ensemble der Niederdeutschen Bühne Varel mit begeistertem Applaus, immer wieder, auf offener Szene, und zahlreichen Vorhängen zum Schluss.

Das Stück des britischen Erfolgsautors Ray Cooney, ins Niederdeutsche übertragen von Dieter Kay, ist unverkennbar typisches Boulevard-Theater, rasant, derb-komisch, teils auch satirisch, mit immer effektvollen Pointen. Dass gerade das Niederdeutsche dafür besonders geeignet ist – auch das bewies die Aufführung.

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Die Geschichte um einen russischen Balletttänzer, der sich im Kiel der 60er-Jahre unerlaubt von seiner Truppe entfernt, um in Deutschland zu bleiben, sich im Kofferraum des Autos von Kapitän Clausen versteckt und von einem hilfreichen Team – der Tochter des Kapitäns, ihrem Verlobten und ihrer Freundin – hinter dem Rücken des „Alten“ und verschiedener Offizieller, die nach ihm suchen, in Sicherheit gebracht werden soll, steckt voller Verwechslungen, Überraschungen und rasanter Gags.

Ein besonderer Höhepunkt sind die geschmeidig-tänzerischen, dabei zugleich hinreißend komischen Einlagen des russischen Tanz-Stars (Günter Brüntje, im Balletttanz – wie berichtet – eigens unterwiesen von Ineke Robbers, Tanzstudio „Let’s dance“). Aber auch alle anderen Chargen des Zehn-Personen-Stücks stehen da an schauspielerischer Leistung nicht nach, etwa der bodenständig-realistische Kapitän (Wolfgang Grützmacher), der immer wieder geradezu groteske Verwicklungen meisternde Verlobte (Olaf Preuschoff) oder auch der bärbeißige Wachtmeister (Paraderolle für Udo Kollstede).

Nicht weniger überzeugend: Gitta Laßen als Kapitänstochter Iris Clausen, Hilke Zahn als ihre Freundin Sarah Kortes, Harald Kaminski als leicht depperter Verfassungsschützer sowie in weiteren Rollen Hartmuth Kuhlmann, Helma Conrads und Lutz Bode.

Die Inszenierung in der Regie von Helma Conrads (Assistenz: Silke Frerichs) wirkt außerordentlich präzise und geschlossen. Das Bühnenbild von Egon Loop ist sehr ansprechend. Souffleur ist Ralf Oltmanns. Insgesamt: eine sehenswerte Darbietung .

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