Varel Ein bisschen Benzin in die Einlasshütchen gekippt, und schon springt der Hansa P 8 an und zieht laut knatternd alle Blicke auf sich. Erst recht, als auch noch Varels Mühlenkönigin Janina und Prinzessin Sabrina auf den Rücksitzen Platz nehmen, um von Hans-Hermann Niebuhr über das Hafengelände chauffiert zu werden.

„Nur einmal im Jahr wird der Hansa aus der Remise bei der Mühle geholt und gefahren, und das ist hier beim Oldtimertreff“, erzählt Hans-Hermann Niebuhr. Der Kfz-Meister ist übrigens der einzige, der das Schmuckstück des Heimatvereins Varels aus dem Jahr 1924 fahren darf. „Ich habe eine spezielle Einweisung bekommen“, sagt er, „und ich weiß, wie ich damit umgehen muss“. Und so springt das gute Stück auch nach einem Jahr Pause sofort an.

Alle Plaketten weg

Der P 8 war eine Attraktion des Oldtimertreffens am Vareler Hafen, der am Sonnabend und Sonntag Hunderte von Besuchern an den Vareler Hafen lockte. Und das auch am Sonnabend trotz Regenwetters. „Nur einige sehr wertvolle Autos blieben am Sonnabend weg, sonst wurde das Treffen angenommen wie noch nie. Die 350 Teilnehmerplaketten waren schon Sonntagmittag alle weg“, berichtet Wilhelm Papen, Vorsitzender der Oldtimer-Interessengemeinschaft Varel, die das Oldtimertreffen am Hafen bereits zum sechsten Mal ausgerichtet hat.

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Und auch am Sonntagnachmittag kamen unentwegt neue Oldtimer auf das Gelände gefahren, das die vielen Fahrzeuge kaum noch fassen konnte. „Damit haben wir nicht gerechtet“, ist Papen überwältigt von der Resonanz, „wir müssen neu nachdenken, wie wir alle Autos unterbringen können“. Für nächstes Jahr ist geplant, den Oldtimertreff um die Fläche zwischen Vareler Brauhaus und Hafenkran zu erweitern und einen Fährverkehr übers Hafenbecken anzubieten.

BMW von Peter Kraus

Trotz des Ansturms von Ausstellern und Besuchern herrschte entspannte Stimmung am Vareler Hafen. Die Besucher durften die Old- und Youngtimer nicht nur angucken, sondern auch darin Platz nehmen. So geriet manch eine Besucherin in Verzückung, als sie im BMW 507 Platz nehmen konnte, der einst dem Schauspieler und Sänger Peter Kraus gehört hatte.

An die Helden der Kindheit wurde manch einer in der Ecke mit den historischen Fords erinnert. „Gute Nacht John-Boy“ entfuhr es beispielsweise Uwe Tönjes beim Anblick des Ford Modell AA, ein Pick Up, wie ihn John Walton in der amerikanischen Kultserie „Die Waltons“ gefahren hat.


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Traute Börjes-Meinardus Redakteurin / Redaktion Varel
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