JEVER „Bewegung in Form und Farbe“ lautet das Thema der 14. Sommerausstellung in der Galerie im Lokschuppen Jever. Nach der Auswahl durch den Beirat des Künstlerforums sind 13 Aktive an der Schau beteiligt. Sie zeigen 33 Arbeiten, mit denen sie sich dem Ausstellungsmotto auf ganz unterschiedliche Weise nähern.

Zur Eröffnung verwies der Vorsitzende des Künstlerforums, Winfried Baar, bei allen Arbeiten auf den „Aspekt der Bewegung und des Faktors Zeit“, mit dem sich die Künstler bereits seit der Antike auseinander setzten. In einem interessanten Abriss der Kunstgeschichte skizzierte er die Anfänge seit den Höhlenbildern vor 30 000 Jahren bis zur kybernetischen Kunst der Gegenwart.

Malten die ersten Künstler ihre Jagderlebnisse noch in einzelnen Szenen statisch nebeneinander, sei es den Künstlern erst im vergangenen Jahrtausend gelungen, in ihren Bildern eine Illusion von Bewegung zu erzeugen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Neue Wege eröffneten sich mit der Malweise William Turners und der Impressionisten ab 1870: „Unter Verzicht auf Detailgenauigkeit schufen sie Werke von großer Dynamik. Dadurch, dass sie die Farbe vom Gegenstand lösten, leiteten sie die moderne Kunst ein“, so Baar.

Mit den Futuristen habe sich die Bewegung zur Geschwindigkeit beschleunigt. Durch „Momentaufnahmen, Flimmereffekte und Verwischungen wurden Gleichzeitigkeit und das Zusammenwirken von unterschiedlichen, dynamischen Kräften dargestellt.“

Mit der gegenstandslosen, abstrakten Malerei sei dann noch mehr Bewegung auf die Leinwand gekommen. Vor allem bei den Plastiken und Mobiles von Calder und Tinguely wird die Bewegung zum Kunstwerk an sich. Auf andere Effekte setzten Victor Vasarely und Bridget Riley mit geometrischen Formmustern, die beim Betrachter durch optische Täuschung Bewegung simulieren.

Nach der Pop-Art-Kunst der 60er Jahre nutzt die heutige kybernetische Kunst sämtliche Möglichkeiten, um mit Hilfe der Technik eine neue Formensprache zu schaffen.

Baar lud die Besucher ein, in diesem Sinn die Arbeiten von Inge und Peter Höhme, Lena Hellhoff-Krahnstöver, Ina Böge, Dr. Eberhard Klose, Ruth Albrecht, Heidi Gehrken, Ingeborg Radlow, Renate Ottens, von Brigitte Frehsée, Ulla Kray, Gerda Stöver und Werner Meiners zu betrachten. Mit ganz unterschiedlichen Themen hätten alle ihren individuellen Weg gefunden, Bewegung mittels Form und Farbe darzustellen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.