HOOKSIEL Das Hamburger Rotlichtviertel wurde am Dienstagabend bei der Premiere von „Een, twee, drie St. Pauli“ im ausverkauften Hooksieler Gästehaus gekonnt von den Schauspielern der Hooksieler Theatergruppe zum Leben erweckt.

Die plattdeutsche Komödie in drei Akten von Norbert Tank, der selbst bei der Premiere anwesend war, spielt im „Fairplay 21“ mitten auf der Reperbahn. Im Lokal herrscht gähnende Leere und die Prostituierten wissen nichts mit ihrer Zeit anzufangen, denn die Containerschiffe haben immer kürzere Liegezeiten und die Matrosen immer weniger Landgang.

So sitzen die drei aufgetakelten Damen die meiste Zeit über gelangweilt an der Bar und lassen das Leben an sich vorüberziehen. Hin und wieder scherzen Hella (Franziska Friedrich), Saskia (Marika Engelhardt) und Mona (Maren Buchloh) mit dem Personal und mit Seemann Jonny (Gerd Peters), der als Stammgast in der Bar verkehrt.

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Auch der Transvestit Felicitas, überzeugend gespielt von Jan Gerjets, hat im „Fairplay 21“ sein neues Zuhause gefunden. Und Fairplay-Wirtin Kiki, melancholisch gespielt von Petra Buchloh, wartet immer noch auf ihren Seemann Hein, denn „dat wier een Man“.

Vor allem Seemann Jonny trägt diese ersten Szenen mit stimmgewaltigen Seemannsliedern und einigen Anekdoten. An manchen Stellen wirkte das Stück deshalb langatmig und eine leichte Straffung hätte ihm durchaus gut getan.

Das Publikum zeigte sich dennoch begeistert, lachte und applaudierte ausgiebig.

Bewegung kommt erst in die schläfrige Atmosphäre, als Lena (Kea Ulfers) auf der Suche nach ihrem Vater, den ihre Mutter ihr verschwiegen hatte, in der Kneipe strandet. Später stellt sich heraus, dass Felicitas ihr Vater ist.

Auch Lenas Mutter Heike (Anja Harms-Janßen) taucht auf der Suche nach ihrer Tochter in der Kneipe auf. Dort entspinnt sich zwischen ihr und Jonny eine Liebesgeschichte. Nach einem angedeuteten Striptease für Jonny bietet sie Wirtin Kiki an, Schwung in den Laden zu bringen, denn sie führte in ihrer Heimatstadt Flensburg ein ähnliches Etablissement.

Wer jetzt wissen will, wie die Geschichte ausgeht und ob Wirtin Kiki ihren Seemann Hein wieder trifft, wie Lena auf ihren Vater reagiert und was aus dem „Fairplay 21“ wird, der kann sich das Stück an weiteren Terminen selbst ansehen.

In weiteren Rollen spielen Frank Langenhorst (Bruno, Wirt), Rainer Popken (Zuhälter und Hein), Monika Künken (Toilettenfrau), Christoph Janssen (Siggi und Robert), Renate Galski (Rosa, Mitglied der Heilsarmee), und Werner Funke (Pianospieler). Zum ersten Mal spielen Christiane Funke (Lisa, Mitglied der Heilsarmee), Maren Buchloh (Mona, Prostituierte), Anna-Maria Friedrich (Donina, polnisches Mädchen) und Jürgen Schirmer (Erwin, Gast) mit. Die Regie führt Gerd Peters.

Für Bühne und Technik sind Reinhold Harms, Jürgen Schirmer und Hermann Künken zuständig. Die Maske übernimmt Sabine Gerjets, Dieter Galski sorgt für das leibliche Wohl.

 @ Fotogalerie unter http://www.NWZonline.de/Fotos-friesland

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