Varel Es gar nicht erst so weit kommen zu lassen: Das ist das Ziel der „SSB Friesland“, der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention. So warnte das Team dieser Einrichtung im vergangenen Jahr in 20 Präventionsmaßnahmen an Schulen, in Vereinen und Jugendgruppen vor den Folgen des Alkohol- und Drogenmissbrauchs.

Im Jahresbericht, den Einrichtungsleiter Volker Ross und seine Stellvertreterin Dorothee Breger jetzt vorstellten, nahm diese Arbeit einen besonderen Schwerpunkt ein – mit einem Dank an die Bürgerstiftung Varel-Friesische Wehde. Sie fördert ein im südlichen Landkreis einzigartiges Projekt: In den Veranstaltungen erzählen Patienten aus ihrem Leben, sprechen über ihre Sucht. „Solche authentischen Berichte sind nachhaltig“, betont Voss. „Und sie sind so begehrt, dass sie inzwischen von einigen Schulen über eigene Sponsoren selbst finanziert werden.“ Knapp 400 junge Leute nahmen im vergangenen Jahr an den Präventionsveranstaltungen teil.

Alkohol und damit eine „legale Droge“ ist nach wie vor das Suchtproblem, mit dem die Fachstelle am häufigsten konfrontiert wird. Eher gering ist die Zahl derer, die Partydrogen und Kokain als Hauptdroge nennen. „Häufig indes wird ein Misch- und Mehrfachkonsum betrieben“, heißt es in der Bilanz. Und auch bei Menschen mit einer Glücksspielproblematik lasse sich häufig eine Abhängigkeit von Alkohol und anderen Drogen feststellen.

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„Es ist ein Teufelskreis“, weiß auch Dorothee Breger. Alkohol werde getrunken, „um besser drauf zu sein“, um Ängste und Depressionen zu überspielen. Und es werde immer mehr getrunken, bis zur Abhängigkeit – wobei die psychische Krankheit bleibe oder sich sogar verstärke.

Oft führe erst dann der Weg in die Suchtberatung, „wenn der Betroffene den Führerschein verliert, der Chef eine Abmahnung ausspricht oder die Familie nicht mehr mitspielt“. Aufgabe der Fachstelle sei es dann, zu beurteilen, welche Maßnahme hilft – von der ambulanten medizinischen Rehabilitation bis zur stationären Behandlung, das in guter Zusammenarbeit mit Ärzten und Psychologen und auch mit den regionalen Selbsthilfegruppen.

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