Cleverns-Sandel Der Ort Sandelerburg, gelegen an der Landesstraße von Jever kommend etwa 500 Meter vor dem Ort Sandelermöns, hat seinen Namen von der Burg Sandel, die einst als Steinhaus hier errichtet wurde. Das Gründungsdatum der Burg ist nicht gesichert. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat der Häupling Tanno Düren um 1450 hier eine Burganlage angelegt, die dann später von den Ostfriesen zerstört wurde.

Eine Interessengruppe um Heino Albers und Dietmar Reck besuchte nun den Standort, um Möglichkeiten zu erörtern, die Ausmaße der Anlage mit Haupt- und Vorburg sowie des Burggrabenssystems zu erfassen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Begleitet von den Besitzern der Landstelle Claudia und Detlef Nilges nahmen daran Volker Bleck, Ingo Hashagen, Johann Friedrich und als Gast Dr. Ingo Eichfeld (Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung) teil.

Etwa 50 Meter hinter einem heutigen Pferdehof ist die Lage der ehemaligen Hauptburg auf einem Hügel ersichtlich. Die Fläche ist nur als Weide nutzbar, weil sich auf dem Gelände große Mengen von Bruchstücken von Dachpfannen, Ziegeln und Feldsteinen befinden. Das Ausmaß der Vorburg, auf der sich heute das Wohnhaus der Nilges befindet, lässt sich nur noch erahnen.

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Der Historiker Dr. Karl-Heinz Marschallek beschreibt in seiner historischen Aufnahme der Altgemeinde Cleverns-Sandel von 1956 die Burg als Steinhaus. Als ehemalige Häuptlingsburg lag sie am „Friesischen Heerweg“, der zwischen Oldenburg und Jever verlief, östlich der heutigen L 813, die erst 1870 gebaut wurde.

Der Historiker und Archäologe Dr. Marschallek beschreibt die Burg als eine rechteckige Anlage, die im Westen an die Niederung des „Borgdeeps“ (Gewässer etwa 300 Meter vor dem Ortsschild Möns) grenzte. Auf einer südlich gelegenen Parzelle befand sich die Vorburg, die durch einen großen Graben (teilweise noch sichtbar) von der Hauptburg getrennt war.

Dem Archäologiebeauftragten des Kreises Friesland, Heino Albers ist daran gelegen, die Reste der alten Sandeler Häuptlingsburg zu sichern und vielleicht auf dem Gelände durch eine gezielte Probegrabung ein Schnittprofil oder sogar das Burgareal darzustellen. Hoffnungen auf Mittel dafür hat er nicht, hofft aber auf Interessierte aus der Umgebung, die sich beteiligen könnten.

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