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JEVER „Notbergungen“ lautet der Titel einer neuen Ausstellung mit archäologischen Funden vom Kirchplatz, die bis zum 31. März im Schlossmuseum Jever zu sehen ist. „Der dramatische Titel weist darauf hin, dass mit dem Bagger im Nacken nur das Wichtigste ausgegraben werden konnte“, sagte Mauseumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander am Sonnabend bei der Eröffnung.

Bei der Kirchplatz-Sanierung 2006/2007 hatten die Hobby-Archäologen Heino Albers und Volker Bleck sowie Volker Landig vom Jeverländischen Altertums- und Heimatverein dafür gesorgt, dass Funde wie Gebeine, Schmuckstücke und Scherben nicht einfach weggebaggert wurden. Unter anderem hatten sie für die professionelle Bergung zweier Särge gesorgt. „Leider konnte vieles nicht an Ort und Stelle dokumentiert, sondern nur in aller Eile geborgen werden“, sagte Sander. Manches wurde auch einfach abgedeckt, wie die bei den Baggerarbeiten wiederentdeckte historische Ratspütt. Das hatte für erhebliche Missstimmung in Jever gesorgt (die NWZ berichtete).

2008 hatten dann Profis vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege die Umgestaltung des inneren Kirchhofs wissenschaftlich begleitet und 81 Bestattungen des vor 200 Jahren stillgelegten Friedhofs freigelegt. „Die Arbeit stieß auf großes Interesse“, freute sich Jana Esther Fries vom Denkmalamt, die die Grabungen begleitet hatte. Zurzeit werden Skelette vom Kirchplatz von Anthropologen an der Uni Göttingen erforscht. Sie sollen Aufschluss über den Gesundheitszustand der damaligen jeverschen Bevölkerung geben.

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Immer wieder klang bei der Ausstellungseröffnung Kritik an der Stadtverwaltung an, die 2006/2007 eine intensivere Erforschung der Funde nicht ermöglicht habe. So geriet das Grußwort von Bürgermeisterin Angela Dankwardt zu einer Rechtfertigung. Und auch wenn Dankwardt betonte, dass es Rat und Stadt gelungen sei, die unterschiedlichen Interessen von Archäologie und Denkmalschutz sowie Stadt gleichmäßig zu berücksichtigen, zeigte sich, dass die Missstimmung noch nicht ganz abgeflaut ist.

So betonte die Kuratorin der Ausstellung „Notbergungen“, Bettina Petrick, dass der Kontext solcher Funde wie auf dem Kirchplatz von großer Bedeutung für ihre Einschätzung sei. Immerhin steht bereits fest, dass bei der Umgestaltung der St. Annenstraße die Denkmalpflege fest eingebunden wird.

Zu sehen sind die Funde täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr.

www.schlossmuseum.de

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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