Varel Im nunmehr zwölften Jahr lockte „Kirche am Deich“ Einheimische ebenso wie Urlauber an. Acht „Gottesdienste einmal anders“ sorgten auch in dieser Saison immer wieder für Überraschungen. Viele Gäste erlebten „Kirche unter freiem Himmel“ – mit Meditationen als Predigten, neuen Liedern und Informationen über den jeweiligen Ort. Denn die Andachten fanden an immer anderen bemerkenswerten Stätten statt.

Maren Tapken erinnerte daran, dass das alte Kurhaus immer wieder von Fluten bedroht worden sei, bis 1900 die Steinmauer errichtet wurde. An der Sonnenuhr am Siel informierte Karl-Heinz Martinß über das Bauwerk und die 400 Jahre alte Deichgeschichte, an gleicher Stelle erweiterte Konstanze Radziwill „den Horizont“, als sie über den Bau des Siels und des Hafens sprach.

Am Speicherpolder zeigte sich Sielwärter Helmut Gabriel-Jürgens besorgt über den offensichtlichen Klimawandel: „Der Meeresspiegel steigt, wir haben oft lange Trockenphasen.“ Vor den höher werdenden Fluten „sind wir durch unsere hohen, sicheren Deiche noch lange geschützt, aber wir müssen trotzdem an unsere Kinder und Enkelkinder denken. Durch bewusstes Leben kann man viel für unser Klima machen.“

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„Kirche am Deich“ – mal nachdenklich stimmend, mal heiter. So wie bei der Schlussveranstaltung „SchlickRutschen“ am Donnerstagabend, als Sönke Klug, Sprecher des Landkreises Friesland, mit einem Schlick-Gedicht überraschte: „Du hast’s nicht leicht, o Schlick, / so häufig trifft dich nur enttäuschter Blick / des Reisenden. Ihr macht’s euch schwer / ihr seht euch an und fragt: Wo ist das Meer? / Ist das dein Trick / O Schlick?“

„Kirche am Deich“ ist eine ökumenische Veranstaltung, und so hielten neben den Vareler Pfarrern Peter Löffel, Tom Brok und Edgar Rebbe sowie Pfarrerin Elke Andrae, ihren evangelischen Kollegen Fritz Pinne (Schulpfarrer in der Wesermarsch) und Hanja Harke (Waddewarden) auch die katholische Pastoralreferentin Hildegard Hünnekens und Pfarrer Dirk Sager von der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde Varel Meditationen. Immer wieder gab es auch eine andere musikalische Begleitung – vom Montreal Express über den Vareler Shantychor bis zum Folklore-Ensemble „DreyBartLang“ und der Band „Box’ n’ Sound“ mit Miriam Borchardt und Paula Bieker.

Ein letztes Mal wurde „Kirche am Deich“ von Elke Andrae organisiert, die diese Andachtsreihe vor zwölf Jahren ins Leben gerufen hatte. Sie wechselt nach Oldenburg (NWZ  berichtete). Mit zwölf Sonnenblumen, eine für jedes Jahr, bedankte sich Fritz Pinne für ihr Engagement – mit dem Wunsch, dass diese Gottesdienst-Form auch im nächsten Jahr fortgesetzt werde.

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