Varel Ausgestattet mit Stiften und Papier saß ein Dutzend Hobbymalerinnen der Gruppe „Magenta“ unter Leitung von Traudel Logemann einen Sommer lang Woche für Woche in der Vareler Windmühle und im benachbarten Museum. 70 Zeichnungen sind in dieser Zeit entstanden mit besonderen Motiven und aus spannenden Blickwinkeln betrachtet, um „den Geist des Ortes einzufangen“, wie Logemann meint. Nach einer Ausstellung ist nun aus den teils kolorierten Zeichnungen das künstlerische Mühlenheft „Kiek an“ entstanden, gepaart mit plattdeutschen Texten aus der Feder von Suntke Reents und Helga Theilen-Sandstede. Zu sehen sind von langem Gebrauch erzählende Werkzeuge, brüchige Hölzer, rostige Metallteile, Kutschen, Karren sowie handwerkliche Dinge wie eine Kaffeemühle und ein Butterfass.

Die Mitwirkenden des Kunstheftes

Zur Gruppe „Magenta“ unter Leitung von Traudel Logemann gehören die Hobbymalerinnen Claudia Ammermann, Anne Heeren, Regina Kalitzki, Heidi Koopmans-Götzke, Heike Kleinschmidt, Barbara Krämer, Heike Kuntze-Gyöngyösi, Resi Lühken, Gerda Nürge, Sigrid Peinemann, Erwin Sprey und Brigitte Thunemann

Die plattdeutschen Texte zu den Zeichnungen stammen von Suntke Reents und Helga Theilen-Sandstede. In ein einheitliches Oldenburger Platt brachte sie Hans-Georg Buchtmann.

Um das Layout und den Satz des Kunstheftes kümmerten sich ebenfalls ehrenamtlich Eckhard Sadzio und Werner Heidenreich

Bei der Realisierung des Projektes halfen das Stadtmarketing Varel und die Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham

Ein Teil der Hefte geht zwecks Plattdeutsch-Unterricht an die Schulen

Beim Mühlenfest zu Pfingsten wird die Kunstbroschüre erstmals für drei Euro zum Kauf angeboten, berichtet Insa Jung vom Stadtmarketing Varel, das das Projekt unterstützt. Anschließend liegt es auch im Nationalpark-Haus Dangast, in der Mühle, im Heimatmuseum, im Hofladen Sauer in Dangast sowie in der Rutteler Mühle zum Kauf aus. Der gesamte Erlös kommt der Mühle zugute. „Uns liegt aber auch die plattdeutsche Sprache am Herzen“, sagt Jung; denn als die von den Hobbymalerinnen gezeichneten Dinge noch in Gebrauch waren, war Plattdeutsch Standard in Friesland. Die plattdeutschen Texte sind aber nicht nur deshalb entstanden, um die Bilder zum Sprechen zu bringen, wie Suntke Reents es formuliert, sondern auch, um Kindern die plattdeutsche Sprache beizubringen. 450 der 1000 Hefte aus der ersten Auflage gehen daher an die Vareler Grundschulen, wo Dritt- und Viertklässler freiwillig Plattdeutsch lernen.

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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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