Varel Mit Klangwelten von Bach und Reger gab die Kantorei an der Vareler Schlosskirche ihr Debüt – im Jahre 1966. 50 Jahre danach, zum großen Jubiläum des Chores, erklingt wieder ein Werk des berühmten Thomaskantors Johann Sebastian Bach, nämlich das als Himmelfahrts-Oratorium bekannte „Lobt Gott in seinen Reichen“ (BWV 11). Lob wird dabei auch die Kantorei erfahren, die sich am Sonntag, 1. Mai, mit dieser Aufführung bei ihrem 50-jährigem Bestehen präsentiert.

Der frühere Vareler Kantor und spätere Landeskirchenmusikdirektor Hans-Reinhard Aukschun hatte mit seinem Amtsantritt am 1. Mai 1966 den damaligen Kirchenchor übernommen. Fünfeinhalb Monate später, nach intensiver Probenarbeit, begeisterte die Kantorei mit dem Kirchenkonzert mit Motetten von Reger und Bach’schen Kantaten.

„Ganz hervorragend und in jeder Beziehung mustergültig“ beschrieb der damalige Rezensent Hans Robert Knopf im „Gemeinnützigen“ die Aufführung. Bedeutende Oratorien, die die Vareler Kantorei weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt machten, folgten in den nächsten Jahren. „Eine Reihe beachtlicher Aufführungen der Kantorei an der Schlosskirche unter der Leitung ihres wagemutigen, musizierfreundlichen Kantors Hans-Reinhard Aukschun“ schrieb Knopf damals.

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Aukschun, 1939 in Halle geboren, sang schon als Sechsjähriger im Kirchenchor. Klavier- und Gesangsausbildung folgten, bereits mit elf Jahren wirkte er als Sopran-Stimmsolist in Konzerten und bei Rundfunkaufnahmen mit. In Düsseldorf und Berlin studierte er später Kirchenmusik. Noch als Studierender erhielt er 1962 seine erste A-Stelle, bevor er im Frühjahr 1966 sein Examen bestand und gleich darauf die Stelle in Varel antrat. Unvergessen sind den Chormitgliedern nicht nur die Aufführungen, sondern auch die Chorfreizeiten - beispielsweise im fränkischen Kloster Vogelsberg.

Im Herbst 2002 trat das Ehepaar Thomas Meyer-Bauer und Dorothee Bauer die Nachfolge des langjährigen Kantors an der Schlosskirche an und führte die bedeutenden kirchenmusikalischen Aufführungen fort – vom Internationalen Orgelsommer bis zu Messen und Oratorien vom Weihnachtsoratorium über Mozarts Requiem bis zu Händels Messias.

Die Kantorei, die nunmehr unter der Leitung von Thomas Meyer-Bauer steht, begeht das „Goldene Jubiläum“ in einem von der Kirchengemeinde ausgerichteten Festgottesdienst am Sonntag, 1. Mai um 18 Uhr in der Schlosskirche. Unterstützt wird das etwa 50-köpfige Ensemble vom Hamburger Barockorchester „Elbipolis“ und den Solisten Manja Stephan (Sopran), Nina Böhlke (Alt), Marco Jowanic (Bass) und Benjamin Kirchner (Tenor).

Der Eintritt ist frei. Dem Festgottesdienst schließt sich ein Empfang an, zu dem auch die ehemaligen Sängerinnen und Sänger der Kantorei eingeladen sind.

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