Jeverland Mit ihren 60 Jahren sieht sie ziemlich jung aus. Und der Ruhestand, der ist auch noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil: es wird viel Sport getrieben, gefeiert, getanzt, diskutiert – und vieles mehr.

Die Landjugend Jeverland feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. In all den Jahren ist viel passiert. Vieles hat sich verändert, manches ist gleich geblieben. Aber auf eines sind alle ganz besonders stolz: „Dass wir mit mehr als 300 Mitgliedern die stärkste Landjugend landesweit sind – Tendenz steigend“, sagt Wilko Milbrandt aus dem Vorstand.

Das liegt nicht nur daran, dass das Programm vielfältiger ist, sondern auch daran, dass viele Mitglieder inzwischen nicht mehr aus einem landwirtschaftlichen Betrieb kommen.

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Der 60. Geburtstag

Vor 60 Jahren, also 1958, ist die Landjugendgruppe Jever gegründet worden. Früher war der Verein stark berufsbezogen. Unter anderem wurden Wettbewerbe in der Tierbeurteilung, Leistungspflügen, Treckergeschicklichkeitsfahren, Kochen und Handarbeiten veranstaltet – zeigt auch ein Artikel aus der NWZ vom 20. Februar 1959.

An diesem Samstag, 18. August, startet die Geburtstagsfete zum 60. Gefeiert wird ab 21 Uhr in der Halle vom Lohnunternehmen Kötter in Hohenkichen. (Im Gewerbegebiet 7). Mitglieder, Nichtmitglieder, Ehemalige und Freunde sind eingeladen.

Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro bei Mauros in Jever, in der Tankstelle Horumersiel, im Kibitzmarkt in Hohenkirchen und beim Vorstand sowie an der Abendkasse für 12 Euro.

Von Cola-Korn bis zu einer großen Auswahl von Cocktails gibt es fast alles zu trinken. Zudem gibt es Leckereien, eine Grill-, eine Fisch- und eine Brezelstube stehen bereit.

Früher arbeitete der Verein eher berufsbezogen. Natürlich gehörten auch Kegelabende, Kostümfeste und Sportveranstaltungen dazu. Doch in einem Artikel, der am 5. Dezember 1998 in der NWZ zum 40-jährigen Bestehen der Landjugend Jeverland erschienen ist, heißt es:

„Die Geschichte der Landjugendgruppe ist wechselhaft. Trat die Gemeinschaft in den Jahren nach der Gründung als eine berufsbezogene sowie land- und hauswirtschaftliche Organisation auf, so stellte man sich später immer mehr auf die Jugend im ländlichen Raum ein. Programme enthielten fortan gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen.

Aber es wurden auch sportliche und freizeitbezogene Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt der Aktivitäten standen oft auch die berufliche und fachliche Weiterbildung.“

Gründung 1958

Die Landjugend in Jever wurde 1958 auf Initiative der landwirtschaftlichen Berufsschullehrer Fritz Schimpf und Heino Hein, beide aus Jever, gegründet. Wettbewerbe in der Tierbeurteilung, Leistungspflügen, Treckergeschicklichkeitsfahren, Kochen und Handarbeiten gehörten fest zum Programm.

In der NWZ von 1998 heißt es weiter:

„Von 1970 bis 1993 ruhte die Landjugendarbeit, da niemand bereit war, Vorstandsarbeit zu leisten. Dann erwachte man aus dem „Dornröschenschlaf“ belebt durch Schüler und Lehrer der Landwirtschaftsschule Jever. Es wurde wieder von der „Jugend im ländlichen Raum“ gesprochen.

In den Monatsprogrammen wurden viele neue Ideen verwirklicht. In den folgenden Jahren verstand es der jeweilige Vorstand, das Vereinsschiff in das richtige Fahrwasser zu steuern.“

Das trifft heute auch noch zu: „Viele freuen sich über das bunte Programm“, sagt Claudia Thomßen. „Von Kartfahren bis Paintball – wir bieten alles an.“ Sie selbst ist schon seit acht Jahren Mitglied. Was ihr besonders gefällt? „Alles, was man gemeinsam und im Team macht“, sagt Claudia Thomßen. „Dazu gehört zum Beispiel auch die 72-Stunden-Aktion“. Das ist ein Projekt, in dem gemeinnützige Aufgaben erfüllt werden.

Was natürlich auch dazu gehört: die Feten. Und das war eigentlich schon immer so. Eine, die das weiß, ist Tomke Woltmann. „Meine Eltern waren auch in der Landjugend – und da habe ich schon so manche lustige Geschichte gehört“, sagt sie und lacht. Mehr verrät sie lieber nicht. Aber so viel ist ihr klar: „Es ist schön, wenn man etwas, an dem die Eltern schon beteiligt waren, aufrechterhalten kann. So stirbt der Verein nicht aus.“

Da nicht nur die Eltern der 19-jährigen Tomke in der Landjugend aktiv waren, sondern auch ihre Brüder es sind, war für sie eigentlich schon immer klar: sie wird es auch. Seit zweieinhalb Jahren ist sie nun dabei, davon sogar schon zwei Jahre im Vorstand.

Gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern war sie zum Beispiel auch dabei, als das Scheunengespräch im vergangenen Jahr anlässlich der Landtagswahl mit den Kandidaten organisiert wurde. „Auch Politik ist bei uns also ein Thema“, sagt Tomke. „Wir wollen niemandem eine Meinung aufdrücken, aber helfen, sich selbst eine Meinung zu bilden.“

Jeder ist willkommen

Ebenfalls seit etwa zwei Jahren dabei ist Swantje Winter. Sie hat damals von ihren Freunden von der Landjugend gehört. „Und dann wurde es Zeit, auch endlich dazuzugehören“, sagt sie und lächelt die anderen an. Dabei wird genau das deutlich, was Tomke dann direkt ausspricht: „Bei uns ist wirklich jeder willkommen.“

Swantje gehört mit Claudia Thomßen und einigen anderen Mitgliedern übrigens auch zum Festausschuss. Den gab es vorher eigentlich gar nicht, wurde aber extra für dieses Jahr gewählt – zur Feier des 60. Geburtstags.

Gefeiert wird an diesem Samstag, 18. August. „Und alle sind willkommen“, sagt Claudia Thomßen. „Mitglieder, Nichtmitglieder, Ehemalige, Freunde oder Bekannte: alle sollen gemeinsam feiern.“

Dazu gibt es Musik, Getränke – und eine Prämierung. Denn: Vor der Feier hat der Vorstand aufgerufen, aus Strohballen Figuren zu formen, die auf die Feier hinweisen sollen.

Ein bisschen erinnert dieser Wettbewerb dann doch an die Wettbewerbe von damals – wie Treckergeschicklichkeitsfahren oder Leistungspflügen. Und genau das ist das Schöne daran: bei den vielen Veränderungen bleibt doch die Tradition aus der 60-jährigen Geschichte der Landjugend Jeverland erhalten.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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