Jever „Ihr habt ja ganz schön Gelaufe heute abend“: Stefan Hoffmann vom Trio Lézard beobachtet schmunzelnd das Umherirren der Besucher des Wandelkonzerts. Es ist schon faszinierend: Sich zu verirren, nicht zu wissen, wo man nun eigentlich hinmuss und welcher Konzertraum denn der richtige ist – das gehört unbedingt zu dem Musikabend im jeverschen Schloss dazu. Und fast hat man den Eindruck, als legten es manche Konzertbesucher auch genau darauf an.

Für die Ensembles heißt es beim Wandelkonzert: Sie haben im Halbstunden-Takt ein neues Publikum vor sich. Für die Zuhörer heißt es: Von Raum zu Raum wandeln und sich überraschen lassen.

Und für Überraschungen hatte Organisatorin Christel Ney vom Schlossmuseum reichlich gesorgt – da gab es schon viele erstaunte Gesichter bei den Zuhörern. Zum Beispiel bei der „Tafelmusik“ im Kanonenkeller: Tafelmusik – nun ja, Musik eben, die zum Tafeln gespielt werden. Wer das dachte, lag völlig daneben: Drei Percussionisten hatten nichts als Holzbretter vor sich liegen. Und darauf kratzten, strichen, streichelten, klopften und schlugen sie mit allem, was die Hände hergeben. Und das alles sogar nach Noten. Toll!

Überraschend anders auch der „Götternachtstraum“, den drei junge Tenöre – alles ehemalige Thomaner – unter Regie von Naima Märker im Gobelinsaal spielten und sangen. Es wurde ein versoffen-frivol-fröhliches Singspiel – von Bach – über einen Gesangswettstreit zwischen Pan und Phoebus Apollo.

Wem das alles zu viel wurde, blieb einfach bei seinem Lieblings-Ensemble sitzen. So freuten sich Monsieur Pompadour über Zuhörer, die im Eulenturm-Café den ganzen Abend verbrachten.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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