Jever Die Auflagen sind streng: Nur ein Besucher darf mittwochs für maximal zwei Stunden die Bibliothek des Schlossmuseums Jever nutzen. „Zudem gilt, es muss ein dringendes Anliegen bestehen, etwa ein Veröffentlichungstermin“, sagt Bibliotheksleiterin Christiane Baier. Sie freut sich, dass trotz dieser Auflagen doch viele kommen: „Ich kann gar nicht so viele Recherchezeiten bieten, wie Nachfrage herrscht.“

Der Corona-Lockdown im Frühjahr hat eines auch in der Schlossbibliothek deutlich gemacht: An Digitalisierung kommt keine Bücherei mehr vorbei. Denn wenn gedruckte Bücher nicht zugänglich sind, hilft es, sie digital zur Recherche zu nutzen.

Ob und wann die knapp 12 000 Bücher zu regionaler Geschichte einmal digital vorliegen, ist völlig offen. Denn die Digitalisierung kostet Geld – und das ist knapp. Ein paar der ältesten Publikationen wurden von der Oldenburgischen Landesbibliothek in die digitale Sammlung aufgenommen.

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Und seit Juli 2019 wird nun auch der Altbestand des Jeverschen Wochenblatts ab 1791 bei der Landesbibliothek digitalisiert. „Das schont natürlich die alten Bände“, sagt Baier: Die ersten Jahrgänge sind mittlerweile arg zerfleddert, die Buchrücken sind brüchig, die Bindung eingerissen – „man mag sie niemandem mehr zum Durchblättern geben“, sagt die Bibliothekarin.

Parallel läuft eine professionelle Katalogisierung der Bestände – maximal die Hälfte der Bücher der Schlossbibliothek sind überhaupt erfasst. „Für die ältesten Bestände gibt es noch einen Zettelkatalog.“ Dabei wird die Schlossbibliothek als Teilbereich der Landschaftsbibliothek in Aurich geführt.

Immerhin ist alles, was bereits erfasst ist, auch über OPAC zu finden. Das ist ein öffentlich zugänglicher Online-Katalog, der seit den 1980er Jahren die Zettelkataloge abzulösen begann. Heißt: Man kann feststellen, ob das gesuchte Buch in Jever steht – nur hineinschauen kann man noch nicht.


Mehr Infos unter   digital.lb-oldenburg.de 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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