Jever Die Museumspädagogik des Schlossmuseums Jever wird gemeinsam mit mehreren Partnern einen Filmtheaterclub aus der Taufe heben. Das neue Projekt, das über das Programm „Museum macht stark“ des Deutschen Museumsbunds und von „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, startet an diesem Montag mit einer Schnupperwoche.

Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 17 Jahren sind eingeladen, bis einschließlich Freitag, 24. Mai, jeweils von 15 bis 17 Uhr ins Schloss Jever zu kommen. Jeder der mitmachen möchte, kann ohne Anmeldung und spontan kommen. Jeden Tag findet eine andere Performance in einem anderen Raum im Schloss statt. Puppenspiel, Stabfiguren, der Stop Motion Film, filmisches Schattentheater und vieles mehr sind dabei.

Denn im Schloss findet sich viel historischer Erzählstoff, der nur darauf wartet, in Form von Film oder Theater verarbeitet zu werden. Es gibt Geschichten von Seeräubern, Häuptlingstöchtern, russischen Soldaten oder Oldenburgischen Beamten in Friesland.

Später Clubteams

Ebenfalls in dieser Woche werden die Museumspädagoginnen das neue Projekt am Vormittag in Schulen vorstellen. Wer nach der Schnupperwoche beim Filmtheaterclub mitmachen möchte, der trägt sich in eine Liste ein und sagt, wann er oder sie Zeit hätte.

Im Anschluss sollen sich drei Clubteams mit maximal je zehn Teilnehmern regelmäßig treffen und die zuvor gesammelten historischen Erzählungen in Film und Theater umsetzten.

Ihre erste Aufgabe wird sein, für das Projekt einen griffigen und passenden Namen zu finden. „Denn Filmtheaterclub ist nur der Arbeitstitel, das Projekt braucht einen ordentlichen Namen, den die Teilnehmer selbst bestimmen sollen“, sagt Museumspädagogin Anja Marrack.

Unterstützt werden die Kinder und Jugendlichen dabei nicht nur von den Museumspädagoginnen, sondern auch von den Integrationslotsen Jever und Wangerland, der Oberschule Hohenkirchen mit Lehrerin Anke Mauss, der Theaterpädagogin und Erzieherin Annika Theiß, dem Jugendhaus Jever unter Leitung von Detlef Berger, Bildhauer Stephan Schmidt, Grafiker Andreas Reiberg und dem syrischen Filmemacher Basil Mansour.

Die regelmäßigen Treffen sollen Workshopcharakter haben und nicht nur in der Woche, sondern wenn möglich auch als Blockveranstaltung an Wochenenden stattfinden. Das technisch-mediale Rüstzeug bekommen die Kinder und Jugendlichen dann von den Experten. In Eigenregie entwickeln sie ihre Theaterstücke und Filme weiter, arbeiten an ihren Figuren und gestalten diese aus.

Auch im Wangerland

„Wir werden außerdem nicht nur im Schloss kreativ sein, sondern uns auch ins Wangerland begeben“, sagt Museumspädagogin Anja Marrack.

Das Projekt läuft bis Februar 2020. Zum Projektende sollen die Ergebnisse im Schloss vorgestellt werden. Außerdem ist ein Flyer geplant mit Angeboten aus diesem Projekt, die auch für andere Bildungseinrichtungen geeignet sind. „So soll sich das Projekt weiter wirken“, sagt Marrack.


     schlossmuseum.de 
Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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