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Jever 18 Jahre lang stand sie auf der Bühne des Zimmertheaters im Lokschuppen. Sie spielte das hässliche Entlein, den Froschkönig, Max und Moritz und viele weitere Figuren in den Weihnachtsstücken, aber auch unzählige Rollen in den Erwachsenen-Produktionen des Jever-Art-Ensembles. „Bei der 300. Vorstellung habe ich aufgehört zu zählen – und das ist jetzt auch schon ein paar Jahre her“, sagt die 37-Jährige.

Beim Weihnachtsmärchen in diesem Jahr steht Annika Theiß erstmals nur vor der Bühne: Sie führt ab sofort Regie bei der Laienschauspielgruppe. „Ein echtes Eigengewächs“, nennt sie Künstlerforums-Vorsitzender Michael Schmitt. Das Jever-Art-Ensemble war ohnehin auf der Suche nach einer neuen Regisseurin, nachdem es sich von Elke Münch getrennt hatte. „Und als ich erfuhr, dass sie gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hat, habe ich einfach gefragt, ob sie übernehmen möchte.“

Neben ihrem Beruf als Erzieherin im Kindergarten Hammerschmidtstraße hat sich Annika Theiß zweieinhalb Jahre lang an der Heimvolkshochschule Rastede zur Spiel- und Theaterpädagogin ausbilden lassen. Ihr Regie-Debüt hat sie im Frühsommer bereits mit der Produktion „Die Mehltüte“ mit jeverschen Konfirmanden gegeben.

Nun ist sie mit der Jever-Art-Truppe bereits mitten in den Proben fürs neue Weihnachtsmärchen. „Das Rumpelstilzchen“ ist erstmals am 23. November zu sehen.

„Auf oder vor der Bühne: Das ist schon ein Riesen-Unterschied“, hat Annika Theiß festgestellt: Als Akteur auf der Bühne muss man nur seine eigene Rolle im Griff haben. Doch als Regisseurin vor der Bühne geht es darum, alles zu überblicken, so dass jeder Akteur mit allen anderen möglichst optimal interagiert.

Und was sie bei der Aufführung der „Mehltüte“ erfahren hat: „Sobald die Aufführung läuft, kannst Du als Regisseurin gar nichts mehr tun. Du musste es laufen lassen und hoffen, dass es gut geht. Die Verantwortung liegt dann allein bei den Akteuren.“ Nur zusehen zu können, sei schon ein sehr seltsames Gefühl, sagt Annika Theiß.

„Das macht sie schon ganz gut“, meint Schmitt: „Alle haben irgendwann mal angefangen – man wächst da hinein.“

Die Jung-Regisseurin freut sich besonders, dass mehrere der Konfirmanden-Gruppe das Jever-Art-Ensemble verstärken. Eine 14-Jährige steht als Neuzugang auf der Bühne, zwei weitere helfen erst einmal beim Bühnenbau.

„Was Annika sehr gut kann, ist, mit Leuten Theater zu spielen, die noch nicht auf der Bühne standen“, hat Michael Schmitt festgestellt. Er ist begeistert davon, dass es ihr gelingt, Nachwuchs ans Theater zu holen. Das will Annika Theiß auch weiter tun: „Die ehemaligen Konfirmanden wollen im Frühjahr nochmals mit mir im Lokschuppen Theater spielen – dazu habe ich noch ein paar Ideen“, verrät sie.


     kuenstlerforum-jever.de 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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