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Jever Der Film mit seinen antisemitischen Klischees ist ein so genannter Vorbehaltsfilm: Er darf nur unter Auflagen gezeigt werden. Der Arbeitskreis Gröschler-Haus und der Verein der Kinofreunde holen „Jud Süß“ dennoch ins Kino Jever.

Der Propagandafilm ist am Mittwoch, 6. September, im Rahmen eines Filmseminars zu sehen. Beginn ist um 18.30 Uhr. Filmhistoriker Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur (IKF) in Köln leitet in den Film ein und führt auch durch die Diskussion. Anmeldungen sind notwendig unter Tel. 04461/ 96 44 26, die Teilnahme kostet 5 Euro.

Zweimal „Jud Süß“

Neben dem deutschen Propagandafilm „Jud Süß“ von 1940 gibt es einen bereits 1934 bei der Gaumont-British Picture in Großbritannien gedrehten „Jew Süss“. Er entstand nach Lion Feuchtwangers Roman „Jud Süß“ unter Regie von Lothar Mendes mit dem ein Jahr zuvor nach England emigrierten Conrad Veidt in der Titelrolle. Bei der US-amerikanischen Premiere in New York City waren Charles Chaplin und Albert Einstein im Publikum. Das Filmkunstwerk, in dem das Judentum positiv dargestellt wurde, hatte einen Achtungserfolg bei der Kritik, fiel an der Kinokasse allerdings durch. Heute befindet sich der Film im British Film Institute. Im nationalsozialistischen Deutschland wurde der Film verboten, in Österreich wurde er gezeigt.

„Jud Süß“ ist der wohl bekannteste antisemitische Propagandafilm aus dem Dritten Reich. Der Film beruht auf einer Novelle von Wilhelm Hauff, die beschreibt, wie Herzog Karl-Alexander von Württemberg im 18. Jahrhundert seinen jüdischen Finanzrat Joseph Süß Oppenheimer zum Sündenbock macht. Oppenheimer stieg aus dem Jüdischen Ghetto zum Finanzberater auf und endete später wegen angeblichen Hochverrats und Vergewaltigung am Galgen.

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1939/40 verfilmte Veit Harlan, einer der populärsten Regisseure des Dritten Reichs, die Geschichte des jüdischen Kaufmanns Joseph Süß Oppenheimer auf Geheiß der Reichsregierung. Große Schauspieler wie Ferdinand Marian, Kristina Söderbaum, Heinrich George und Werner Krauss haben, teils auf Druck von Joseph Goebbels, die Hauptrollen übernommen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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