FRAGE: Direkt nach dem Fund haben Ihre Mitarbeiter vermutet, dass es sich um eine Grabstelle des alten Klosters handelt. Hat sich diese Vermutung inzwischen bestätigt?

FRIES: Das ist sehr realistisch. Das Kloster Oestringen wurde Ende des 16. Jahrhunderts aufgelöst. Insofern können wir davon ausgehen, dass die beiden gefundenen Skelette mindestens 400 Jahre alt sind. Der Baum ist später über der Grabstelle gewachsen. Es ist ein kurioser Zufall, dass die Gebeine jetzt durch den Sturm ans Tageslicht gekommen sind. Zum Glück haben wir in Friesland mit Heino Albers einen ehrenamtlichen Archäologiebeauftragten, der sofort reagiert hat.

FRAGE: Werden Sie nun im Klosterpark weiter nach archäologischen Funden suchen?

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FRIES: Nein, dazu besteht kein Anlass. Aber es ist wahrscheinlich, dass weitere Gebeine von Grabstellen des Klosters in der Erde liegen. So lange Bäume darauf stehen und nicht etwa an der Stelle gebaut wird, ist das aber nicht weiter tragisch.

FRAGE: Die bei den Ausgrabungen auf dem Kirchplatz in Jever gefundenen Gebeine wurden auf einem Friedacker wieder begraben. Was geschieht mit den in Schortens gefundenen Skeletten?

FRIES: Sie werden gesäubert, dokumentiert und archiviert. Anhand des Skeletts kann später in einer anthropologischen Untersuchung zum Beispiel festgestellt werden, ob es sich um männliche oder weibliche Leichen handelt und wie alt die Menschen zum Zeitpunkt ihres Todes etwa waren. Das könnte dann auch für weitere Forschungsarbeiten interessant sein. Die Gebeine jetzt schon wieder zu begraben, halte ich deshalb nicht für sinnvoll.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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