VAREL Die Zahl der männlichen Klienten überwiegt noch. Doch zunehmend Mädchen und Frauen kommen in die Beratungsstelle.

Von Christoph Koopmeiners

Der Einstieg in den Cannabiskonsum (Haschisch) findet auch im Kreis Friesland immer früher statt. „Cannabis hat sich zu einer Volksdroge für Jugendliche entwickelt“, erklärte am Mittwoch in Varel der Leiter der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (SBB), Thomas Ahlrichs, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2006. Nach Aussagen der stellvertretenden Leiterin der SSB-Friesland, Dorothee Breger, haben Studien nachgewiesen, dass ein regelmäßiger Cannabiskonsum bei Jugendlichen die Entwicklung stört und dauerhaft Konzentration und Aufmerksamkeit beeinträchtigt. „Unsere jüngsten Klienten in dem Bereich sind 14 Jahre alt“, berichtete Ahlrichs, „die problematischen Jugendlichen 16 bis 18 Jahre“. In diesen Fällen gebe es Probleme in der Familie, am Arbeitsplatz und in der Schule. Im Vorjahr gaben bei der SBB-Friesland 97 Klienten (2005: 81) an, täglich bis zu dreimal am Tag Cannabis zu konsumieren. Aber auch Ecstasy, Barbiturate, Opiumersatz Heroin, Kokain und

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LSD spielen eine erhebliche Rolle in der Suchtstatistik.

Auf Platz eins liegt aber nach wie vor die Volksdroge Nummer eins, der Alkohol. 2006 betreute die SBB-Friesland 246 alkoholabhängig Klienten (2005: 208). Die meisten Personen sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Der Grund: Nach vielen Jahren des Alkoholmissbrauchs treten gesundheitliche Probleme auf oder es kommt zu einschneidenden Erlebnissen im Leben der Betroffenen. „Alkoholmixgetränke spielen ein immer größere Rolle“, sagt Ahlrichs. Diese Personen, vor allem Jugendliche, seien in der Beratungsstelle aber noch nicht angekommen.

Die sieben Voll- und Teilzeitkräfte der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention mit Beratungsstellen in Varel und Jever haben im vergangenen Jahr 2877 Gespräche mit 407 Klienten geführt (2005: 3158 Gespräche mit 371 Klienten). In den meisten Fällen gibt es zwei bis fünf Gespräche. „Wir sind mehr Berater und Vermittler als Therapeuten“, erklärt Ahlrichs, betont aber, dass die SBB-Friesland auch eine Therapieeinrichtung ist und im Vorjahr 60 bis 70 Personen therapeutisch behandelt wurden.

Ein Großteil der Klienten (102) kam im Vorjahr freiwillig, also ohne Vermittlung und mit eigener Motivation in die Beratungsstelle. Aus Krankenhäusern wurden 14 Klienten in die Fachstelle vermittelt, aus Arztpraxen 49.

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