Neuenburg /Varel „Karl Bunje in Varel“ – das war vor 40 Jahren, am 25. Oktober 1973 eine Schlagzeile in der NWZ , und es wäre auch noch 40 Jahre später eine entsprechende Würdigung wert, wenn ein prominenter Schriftsteller in Varel oder der Friesischen Wehde liest. Karl Bunje las auf Einladung des Heimatvereins Varel im „Schienfatt“, und man darf davon ausgehen, dass die plattdeutsche Lesung ausverkauft war. Sie fand übrigens im „Schienfatt“ statt, wo neben dem historischen Gebäude, in dem heute ein Restaurant betrieben wird, ein Vortragssaal errichtet worden war, der heute als Ausstellungsraum dient.

Karl Bunje (1897 bis 1985) stammte gebürtig aus Neuenburg. Er schrieb zahlreiche Theaterstücke (auf Plattdeutsch), darunter die bekannte Komödie „De Etappenhas“ (1935), die übertragen in den Kölner Dialekt mit dem unvergessenen Willy Millowitsch große Erfolge feierte. „Op Düwels Schuvkaar“, „Familjenansluss“ und „Dat Hörrohr“ sind weitere Komödien des Schriftstellers, die sich noch heute großer Beliebtheit erfreuen und zum Repertoire niederdeutscher Theater zählen. Das Neuenburger Niederdeutsche Theater führte „Familjenansluss“ noch 2007 mit großem Erfolg auf. Bekannt wurden sie auch durch Inszenierungen des Ohnsorg-Theaters.

Die Tradition der plattdeutschen Lesungen beim Heimatverein Varel hat sich gehalten. „Wir hatten eine ganze Menge toller Autoren“, berichtet Heimatvereinsvorsitzender Hans-Georg Buchtmann. Annedore Christians, Heinrich Schmidt-Barrien (1902 bis 1996) lasen beim Heimatverein, und bei Lesungen der Vareler Schriftsteller Gerd Lüpke (1920 bis 2002) und Edmund Wilkens (1932 bis 2005).

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Aktuell plant der Heimatverein Varel Lesungen mit Erika Braasch aus Dangast und Helga Theilen-Sandstede aus Obenstrohe für den November. „Wir setzen die Tradition jedes Jahr fort“, sagt Buchtmann. Mit Lesungen aus Bunjes Werken setzt übrigens auch der Heimatverein Zetel die Tradition und Pflege der niederdeutschen Sprache fort, zuletzt im September 2012.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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