Dangast Vorhang auf – das Spiel beginnt, hieß es am Sonnabend in der Dangaster Spielstätte des Volkstheaters Varel, dem Kursaal im Deichhörn. Doch ehe die Schauspieler das Publikum unterhalten konnten, gab es erst einmal jede Menge zu tun. Schon etliche Monate vorher wurden Werke verschiedenster Autoren nach Kriterien ausgesucht. Soll es heiter oder ernst sein, für Groß oder Klein. Ist dann eine Auswahl getroffen, liest jeder Schauspieler mehrere Vorlagen und beurteilt die Machbarkeit für die Bühne. Wie kann man die Stücke besetzen, was ist auf der Bühne darstellbar und mit welchen Personen. Wurde dann ein Stück nach manchmal langen Diskussionen ausgewählt, wurden die aufführungsrechtlichen Belange geklärt und die Lizenzgebühren bezahlt. Dann ging es ans Proben. Die aktiven Mitglieder des Volkstheaters, die beim aktuellen Stück nicht als Darsteller eingesetzt sind, kümmerten sich um den Bühnenbau und die Organisation.

Nun war es soweit, das aktuelle Stück „Zweimal Radikalkur“ hatte Premiere. Die treu sorgende Mutter (dargestellt von Karin App) hatte ihr „Jungchen“ Ludger (Peter Meyer) 40 Jahre als Einzelkind aufgezogen und vor Allem, was das Leben so bringen kann, beschützt. Doch nun steht eine Kur an für sie an. Und zum ersten Mal, muss sie ihren Sohn für einige Wochen allein lassen. Ludger – durch die Erziehung seiner Mutter in vielen Dingen etwas unbeholfen – will beweisen, dass er zu Recht kommt und auch den Haushalt führen kann. Doch dies ist nicht nötig, da seine Mutter für diese Aufgaben ihre Schwester Thekla (Andrea Meyer) und die Nachbarin Janette (Daniela Albers) eingeplant hat. Nachdem sie die Wäsche für die kommenden vier Wochen beschriftet und bereitgelegt, sowie das Essen vorgekocht hat, verabschiedet sich die Mutter mit den mahnenden Worten „Lass dich nicht mit Frauen ein“, und fährt zur Reha. Da taucht plötzlich Heidi (Yvonne Westerhoff) auf, eine junge Psychologiestudentin, die angeblich in eine ausweglose Situation geraten ist. Nach langem hin und her überlässt Ludger ihr das Zimmer seiner Mutter. „Immer wenn sich der Verstand und das Herz streiten, gewinnt das Ding in der Brust“, hatte Ludger dem Publikum mitgeteilt. Er findet schnell Gefallen an Heidi und sie sieht in Ludger ihren ersten Patienten und macht einige Tests mit ihm. Doch die beiden kommen sich auch näher und Ludger wird langsam erwachsen.

Mit Witz und Situationskomik sorgen die Darsteller immer wieder für Lacher beim Publikum. Da hilft Ludger im Haushalt, nach einigen Versuchen das Geschirr vom Esstisch zu stapeln, indem er eine einzige Gabel vom Tisch abräumt, oder das Zimmer mit etwas sonderbaren Papierschlangen für eine Party schmückt.

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Während dieser wilden Party passiert es dann aber: Ludgers Mutter kommt eine Woche früher als erwartet zurück und erwischt ihren Sohn beim Ramba Zamba auf dem Tisch mit Heidi. Als dann auch noch Mutters Kurschatten (Manfred App) auftaucht, wird es noch turbulenter. Wer nun neugierig auf das Ende der Geschichte ist und einen unterhaltsamen Abend verbringen möchte, kann die weiteren Aufführungen besuchen: 19., 23. und 30. Juli sowie am 5. August, jeweils 20 Uhr im Kursaal Deichhörn.

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