JEVER Mehrmals hatten Sargfunde im Herbst die Bauarbeiten auf der Kirchplatz-Südseite in Jever unterbrochen. Beim Verlegen von Abwasserrohren wurden mindestens zehn historische Särge gefunden. Drei von ihnen konnten gut erhalten geborgen werden – ein Kastensarg, ein Tonnensarg und ein Baumsarg, die auf unterschiedliche Bestattungsriten im Mittelalter hinweisen.

Während der Baum- und der Tonnensarg derzeit in Schleswig-Holstein von Archäologen genau untersucht werden, wurde der Kastensarg, in dem ein komplettes Skelett liegt, am Dienstag auf dem Friedhof in Jever beigesetzt. Die Friedhofsmitarbeiter und Experten der Firma Hülskötter hatten dafür einen verwaisten Grabkeller geöffnet. Dort fanden die Gebeine nun ihre letzte Ruhestätte. Über die Identität des oder der Toten ist zwar nichts bekannt „Der Beisetzungsort wird im Friedhofsregister aber genau registriert“, berichtete Pastor Volker Landig.

Gemeinsam mit dem Hobbyarchäologen Heino Albers, der die Bauarbeiten auf dem Kirchplatz so gut es ging begleitet hat, hatte Landig die drei historischen Särge nach Schleswig-Holstein gebracht, wo sie im Landesmusuem für Kunst und Kultur auf Schloss Gottorf von Experten in Augenschein genommen wurden.

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Der aus einem Stamm geschlagene Baumsarg und der wie ein Fass gefertigte Tonnensarg sollen konserviert und datiert werden. Sie können dann möglicherweise als Museumsexponate ausgestellt werden.

Bei dem Kastensarg ist eine Datierung dagegen schwierig. „Es gibt auf den Holzbrettern zu wenig Jahresringe für eine genaue Bestimmung“, berichtete Landig. Deshalb sei dieser Sarg nun wieder beigesetzt worden.

Landig zufolge war die Beisetzung in Baumsärgen im 12. und 13. Jahrhundert üblich. Es gebe aber auch Hinweise auf entsprechende Bestattungen bis ins 16. Jahrhundert. Seit wann genau die gefundenen Särge auf dem einst als Friedhof genutzten Kirchplatz in Jever lagen, muss jetzt die wissenschaftliche Untersuchung zeigen.

Die Särge waren bei Bauarbeiten auf dem Kirchplatz gefunden worden

Mehrmals hatten Sargfunde im Herbst die Bauarbeiten auf der Kirchplatz-Südseite in Jever unterbrochen. Beim Verlegen von Abwasserrohren wurden mindestens zehn historische Särge gefunden. Drei von ihnen konnten gut erhalten geborgen werden – ein Kastensarg, ein Tonnensarg und ein Baumsarg, die auf unterschiedliche Bestattungsriten im Mittelalter hinweisen.

Während der Baum- und der Tonnensarg derzeit in Schleswig-Holstein von Archäologen genau untersucht werden, wurde der Kastensarg, in dem ein komplettes Skelett liegt, am Dienstag auf dem Friedhof in Jever beigesetzt. Die Friedhofsmitarbeiter und Experten der Firma Hülskötter hatten dafür einen verwaisten Grabkeller geöffnet. Dort fanden die Gebeine nun ihre letzte Ruhestätte. Über die Identität des oder der Toten ist zwar nichts bekannt „Der Beisetzungsort wird im Friedhofsregister aber genau registriert“, berichtete Pastor Volker Landig.

Gemeinsam mit dem Hobbyarchäologen Heino Albers, der die Bauarbeiten auf dem Kirchplatz so gut es ging begleitet hat, hatte Landig die drei historischen Särge nach Schleswig-Holstein gebracht, wo sie im Landesmusuem für Kunst und Kultur auf Schloss Gottorf von Experten in Augenschein genommen wurden.

Der aus einem Stamm geschlagene Baumsarg und der wie ein Fass gefertigte Tonnensarg sollen konserviert und datiert werden. Sie können dann möglicherweise als Museumsexponate ausgestellt werden.

Bei dem Kastensarg ist eine Datierung dagegen schwierig. „Es gibt auf den Holzbrettern zu wenig Jahresringe für eine genaue Bestimmung“, berichtete Landig. Deshalb sei dieser Sarg nun wieder beigesetzt worden.

Landig zufolge war die Beisetzung in Baumsärgen im 12. und 13. Jahrhundert üblich. Es gebe aber auch Hinweise auf entsprechende Bestattungen bis ins 16. Jahrhundert. Seit wann genau die gefundenen Särge auf dem einst als Friedhof genutzten Kirchplatz in Jever lagen, muss jetzt die wissenschaftliche Untersuchung zeigen.

Die Särge waren bei Bauarbeiten auf dem Kirchplatz gefunden worden

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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