20 Jahre Old Marytown Jazzband sind nicht ein an der Zahl der Jahre messbares Ereignis. Dahinter steht auch das Engagement der Jazzband für die Organisation der Reihe „Swinging Lok“ im Lokschuppen sowie für die Marienstadt, die ihr den Namen gab. So war die beliebte Jazzkonzertreihe „Swinging Lok“ am Sonntag im Lokschuppen eine Geburtstagsfeier in einem ausverkauften Haus.

Die Old Marytown Jazzband wurde vor 20 Jahren wieder aktiv, nachdem sie bereits von 1959 bis 1961 mit Auftritten begeistert hatte. Im Lauf der Jahre gab es immer wieder neue Besetzungen und Jochen Ewald ist bis heute dabei. Es war schon ein Genuss und etwas Besonderes, Jazz von einer Band zu hören, die durchaus zu den populärsten Jazzbands im Weser-Ems-Raum zählt und leider nur noch wenige Auftritte wahrnimmt.

Vielseitig die Bläser mit Werner Britz (Trompete, Posaune, Saxofon, Querflöte, Gesang) und Jacek Witkowski (Klarinette und Saxofon). Jochen Ewald (Trompete, Flügelhorn, Posaune und Gesang) überzeugt als Bandleader und Moderator. Ein Vollblutmusiker ist Hartwig Oldenettel, der das im Jazz eher ungewöhnliche Akkordeon als ideale Ergänzung einsetzte und auf dem Piano brillierte.

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Liesbeth Blauuw führte die Rhythmusgruppe und beherrscht Kontrabass und Sousaphon perfekt, unterstützt am Schlagzeug und mit Gesang von Heiner Olech, Anne von der Wal (Banjo, Gitarre und Gesang). Olaf King (Trompete, Posaune, Gesang) und Eugen Maus (Schlagzeug) sind Gäste, die gern im Lokschuppen auftreten.

Der traditionelle Jazz in allen Facetten bildete das Repertoire der ewig jungen Band beim Revival-Konzert. Schon beim ersten Ton wurde der Schwung der Musiker spürbar, die sich selten auf ihre Routine verlassen. Schnell sprang der Funke über, und es scheint die Mischung aus Weltläufigkeit und gemütlicher Vertraulichkeit zu sein, die den Groove dieser Jazzer einzigartig macht.

Die Gäste im Lokschuppen hörten ewig fröhliche und traditionelle Jazzmusik: satten Sound mit Leidenschaft intoniert. Neben typischen Blues-, Swing- und Dixie-Arrangements gefiel die Band auch mit spaßigen Textvarianten, die verjazzten Schlagern unterlegt wurden, oder mit der Hommage an die niederdeutsche Sprache beim „Jazz up Platt“.

Mit Sängerin Sheila Heyartz standen teilweise bis zu neun Musiker auf der Bühne. Immer wieder wurden sie mit Zwischenapplaus belohnt. Die Sängerin war natürlich wieder das Glanzlicht der Band, eine großartige und charmante Frau, die liebevoll auch als „Spatz von Jever“ bezeichnet wird.

Ob bei „C’est Magnifique” oder “I can’t believe you’ve done this” - ihre Stimme begeisterte. Grandios im Duo mit Jochen Ewald beim Kalauer „Geld ist nicht wichtig aber scheen muss se sein“!

Mit einem Feuerwerk des Jazz, ein bisschen festlich und bewegend, begann im Lokschuppen musikalisch das Jahr 2017, dessen Ende viele mit ihrem überzeugenden Beifall trotz Zugaben gern noch weiter herausgezögert hätten.

Der Erlös der Benefizveranstaltung brachte auch für Menschen Lebensfreuden, denen es nicht so gut geht und so wieder mit 2500 Euro vom Freundeskreis Hospiz Jever unterstützt werden können.

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