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Friesland Eine Mennonitin aus der Kolonie Friesland in Paraguay mit Wurzeln an der Nordseeküste könnte „Auslandsdeutsche des Jahres 2017“ werden: Michaela Bergen spricht perfekt Hochdeutsch und Plattdeutsch, obwohl ihre Ahnen schon vor Jahrhunderten ausgewandert sind.

dEUTSCHE INTERNATIONAL

Die Internationale Medienhilfe (IMH) ist ein Netzwerk deutschsprachiger Medien im Ausland mit Sitz in Berlin.

Auch Deutsche in Deutschland dürfen beim Wettbewerb „Auslandsdeutsche 2017“ mitstimmen: den Namen der Favoritin und den Namen des eigenen Landes bis zum 10. Dezember per Mail senden an info@imh-service.de. Die Kandidatin, die die meisten Stimmen aus verschiedenen Ländern erhält, hat gewonnen. Das steht Mitte Dezember fest.

    www.medienhilfe.org

Die 38-Jährige ist eine von vier Frauen, die an der ersten weltweiten Wahl zur „Auslandsdeutschen des Jahres“ teilnehmen: Die deutschsprachigen Medien im Ausland unter dem Dach des Netzwerks der deutschsprachigen Auslandsmedien (IMH-internationale Medienhilfe) veranstalten die Wahl. Dabei geht es vor allem um das Engagement der Teilnehmerinnen für die eigene Kultur.

Beworben haben sich Frauen aus aller Welt. Vier von ihnen sind nach einer Vor-Auswahl in die Endausscheidung gekommen.

„Der Wettbewerb soll speziell die jüngeren Frauen der deutschen Gemeinschaften und Minderheiten rund um den Globus für ihre bisherigen Aktivitäten belohnen und für Engagement in deutschen Vereinen und Institutionen motivieren. Ziel des Wettbewerbs ist außerdem, in Deutschland auf die großen kulturellen Leistungen und Traditionen der Auslandsdeutschen aufmerksam zu machen. Viele Bürger der Bundesrepublik wissen so gut wie nichts von den deutschen Minderheiten weltweit“, sagt Björn Akstinat, Leiter des Netzwerks der deutschsprachigen Auslandsmedien mit Sitz in Berlin.

Die vier Kandidatinnen sind:

 Viktória (22), Ungarin mit deutschen Wurzeln mütterlicherseits. Ihre Vorfahren kamen mit den Zügen der Donauschwaben in der Zeit von Maria Theresia nach Südosteuropa. Bis heute wird in ih­rem Elternhaus auch Deutsch gesprochen. Sie engagiert sich einerseits politisch in der deutschen Nationalitätenselbstverwaltung und andererseits kulturell in der Leitung einer großen donauschwäbischen Tanzgruppe.

 Isabel (30), lebt im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, in dem die deutschstämmigen Einwanderer samt ihrer Kultur sehr auffällig sind. Deutsch ist immer noch die zweithäufigste Muttersprache Brasiliens, obwohl ihr Gebrauch lange Zeit von der Regierung unterdrückt wurde. Isabels Vorfahren kamen um 1828 aus dem Hunsrück nach Santa Catarina. In ihrer Familie wird bis heute die Mundart aus dem Hunsrück gesprochen. Sie betreibt intensiv Ahnenforschung und ist begeistert von der Kultur ihrer Vorfahren.

 Anne (34), ist in der ostdeutschen Lausitz geboren. Während ihres Studiums der Fächer „Deutsch als Fremdsprache“ und „Publizistik“ in Berlin lernte sie einen Australier kennen, mit dem sie nach Südaustralien auswanderte. Sie möchte mithelfen, das deutsche Erbe der Region zu erhalten. Dafür engagiert sie sich im Sprachverein „Barossa German Language Association Inc.“, wo sie Kindern spielerisch die deutsche Sprache näherbringt.

 Michaela (38), lebt in einer vor 80 Jahren gegründeten mennonitischen Kolonie und Agrarkooperative im Zentrum von Paraguay namens „Friesland“. Deutsch ist Umgangssprache in der Kolonie, Unterrichtssprache der Schule und die Sprache der Medien: einer Zeitschrift und einer Radiostation. Michaela half bei der Gründung des Senders und arbeitet in der Redaktion der monatlichen Zeitschrift „Friesland Informationsblatt“.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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