HORUMERSIEL Das Traditionsfest fand am Sonnabend im Kursaal des Sielorts statt. Als Zeremonienmeister fungierte Flegelbaas Wieland Rosenbohm.

von klaus homola HORUMERSIEL - „Na Flegelbeer, dor möt we hen“, hieß es für die Sänger der fünf beteiligten Chöre aus Sillenstede, Waddewarden, Hohenkichen, Carolinensiel und Horumersiel, die sich am Sonnabend zum Flegelbeer im Kursaal in Horumersiel trafen. Denn in diesem Jahr war der Shantychor „Likedeeler“ – entstanden aus der Horumersieler Segelkameradschaft – Ausrichter des Sängerfestes. Dessen Flegelbaas Wieland Rosenboom begrüßte die Gäste mit einem herzlichen „Wi kamt tosamen und wie verstaht uns“.

„Drinken laaten“, war das am meisten benutzte Wort des Abends, von Rosenboom den Anwesenden immer wieder zugerufen, verstärkt durch drei Schläge mit einem Schlegel auf ein großes Faß.

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Der Wanderflegel, viel bäuerliches Gerät und eine prächtig geschmückte Bühne standen im Mittelpunkt des Abends, der musikalisch von den fünf Chören gestaltet wurde. Doch zunächst überreichten Mitglieder der „Liedertafel“ Hohenkirchen den Wanderflegel an den Flegelbaas und befestigten ihre Plakette für 2006 daran: Die Hohenkirchener waren im vergangenen Jahr Ausrichter dieser Veranstaltung.

Dann zog der Flegelbaas so richtig vom Leder, denn in jedem Ort war im vorigen Jahr so einiges passiert. Besuche bei den einzelnen Chören führten zu Rosenbooms Insiderkenntnissen. Der Shantychor sei in seinem Quartier Baden gegangen, als das Polderwasser stark anstieg, hörten die Horumersieler. Sänger Fokko Cordsen aus Sillenstede bekam von einem Güllefahrzeug unfreiwillig Spritzer der übelriechenden Flüssigkeit ab, wusste Rosenboom zu berichten. Die in Waddewarden gepflanzte Joachim-Gramberger-Eiche sorge dafür, dass den Waddewardenern am Bushalteplatz bald das Licht ausgehe. Und Biogas-Gestank komme dort demnächst aus allen Himmelsrichtungen.

Hohenkirchen mit seiner Rentnerband könne sich glücklich schätzen. Erst hätten die Männer FDP-gelbe Narzissen gepflanzt, demnächst kämen rote Tulpen in der Farbe der Sozis hinzu und dann wären die Schwarzen dran.

Viele Liedbeiträge zeigten das hohe Können der Sänger und wurden mit großem Applaus bedacht. Auch gemeinsame Lieder wie „Min Jeverland“ oder das „Ostfreesenleed“ klangen durch den Saal.

Für den Erhalt der Heimat und der plattdeutschen Sprache warben Hajo Tjarks und Hedde Harms in ihren Beiträgen. Eine besondere Ehrung nahmen die Obleute Bernhard Eden und Tammo Ortgies vor. Sie zeichneten den langjährigen Flegelbaas Hans „Bank“ Janssen vom Shantychor aus Carolinensiel mit einem Bild der traditionsreichen Gaststätte „Oldorfer Baum“ aus. Jahrzehntelang fanden hier die Vorbesprechungen zum Fest statt.

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