Schortens Manchmal ist es doch erstaunlich, was sich in Winkeln und Ecken von Dachböden wiederfindet. Zum Beispiel das erste Dienstbuch der Jugendfeuerwehr Schortens aus dem Jahr 1966. Das hat der zweite Vorsitzende und frühere Jugendwart Herbert Assing am Sonnabend beim Kommersnachmittag der Jugendfeuerwehr Schortens zum 50-jährigen Bestehen mitgebracht. „Da ist es gut, dass ich in eine Familie eingeheiratet habe, die sich der Feuerwehr verschrieben hat, und dass meine Frau und ich heute im Haus ihrer Eltern wohnen – da findet man sowas“, sagte er sichtlich gerührt und blätterte fast andächtig in den Seiten. „Das möchte ich gerne unserem Chronisten Helmut Kirchhoff übergeben“, sagte er.

Und das erste Dienstbuch war nicht die einzige Erinnerung, die an diesem Nachmittag in Verbindung mit 50 Jahre Jugendfeuerwehr Schortens aufkam. „Das war schon spannend damals, fast die halbe Klasse hat mitgemacht“, berichtet Gründungsmitglied Werner Rüter von dem ersten Treffen der Jugendwehr 1966. „Ich war sowieso fasziniert von der Feuerwehr, ich wohnte ja fast nebenan“, erinnert er sich. Damals waren die Jungen zwischen zwölf und 15 Jahren alt. „Und das erste Mal mitfahren im Einsatzfahrzeug, das war was“, schwärmt Gründungsmitglied Wolfgang Hentschken. „Ich wollte bloß am Fenster sitzen, damit mich alle draußen sehen konnten“, sagt er und lacht. Legendär in Erinnerung geblieben sind ihm und den vielen Männern und Frauen, die in den kommenden 50 Jahren Teil der Jugendwehr Schortens gewesen sind, auch die vielen Zeltlager. „Das waren die schönsten Zeiten, das vergisst man nie. Da sind wir aus dem Lachen gar nicht mehr rausgekommen“, sagt Ortsbrandmeister Ralf Schmittmann, der selbst von 1998 bis 2008 Jugendwart war und durch den Nachmittag führte.

Um gemeinsam mit der Jugendwehr, die derzeit aus 16 Jugendlichen besteht, um Jugendwart Sören Ideus und seinen Stellvertreter Thorsten Buß zu feiern, waren neben Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling, Schortens’ Ehrenbürger Peter Torkler und der stellvertretenden Kreisrätin Marianne Kaiser-Fuchs viele Funktionsträger und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Schortens und den Nachbarkommunen sowie von der Partnerfeuerwehr aus Immensen und ein Vertreter des Oldenburgischen Feuerwehrverbands ins Feuerwehrhaus nach Schortens gekommen.

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Symbolisch überreichte Herbert Assing den Jugendlichen eine Sporttasche, weitere werden folgen. Denn die Wehr hat festgestellt, dass es einigen der Jugendlichen, die in den aktiven Dienst überstellt worden sind, offensichtlich an Kondition mangelt. „Bei der Atemschutzgeräteausbildung sind einige durchgerasselt, die Taschen sollen dazu beitragen, dass ihr wieder fitter werdet und mehr Sport treibt“, betonte Assing.

Im Verlauf der Versammlung gab es zudem einen Rückblick auf 50 Jahre Jugendfeuerwehr Schortens, die zweitälteste im Landkreis Friesland. „Nur Neuenburg ist älter“, sagte Chronist Helmut Kirchhoff. In dieser Zeit konnten sehr viele Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen werden, teilweise ganze Gruppen. „Und wenn Ihr nach Jugendwehr und aktivem Dienst immer noch durchhaltet, dann kommt ihr zu uns in die Altersabteilung, da geht es etwas geruhsamer zu“, sagte Helmut Kirchhoff mit Blick auf die derzeit aktive Jugendwehr.


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