Horumersiel Zwei Lange Lesenächte, Schullesungen, Flattersätze und Druckwerkstatt sowie Wattwanderungen und zahlreiche Werkstätten für alle, die sich selbst am Schreiben versuchen wollen: Die 3. Horumersieler Literaturtage unter dem Motto „Frische Winde“, organisiert von Andreas Reiberg, Michael Hellbusch und Erhard Ahlrichs, haben auch in diesem Jahr eine Menge rund ums Lesen und Schreiben geboten.

Und auch bei der dritten Auflage der Literaturtage kam das Angebot an: „Die Lesungen waren gut besucht und die Werkstätten ebenfalls“, zog Reiberg am Sonnabend ein positives Resümee. Er freute sich besonders, dass die Neuerung, dass direkt auf dem Horumersieler Dorfplatz gearbeitet wurde, die Literaturtage deutlich sichtbar gemacht haben.

Gut 15 Autoren, dazu Künstler, Musiker und Illustratoren sowie die Schortenser „Lebensweisen“ haben zum Gelingen der Literaturtage beigetragen. Fast alle nahmen am Samstagabend im Kursaal im Haus des Gastes an der „Lesung aus allen Windrichtungen“ teil. Doch dort hatten die Teilnehmer an den Workshops das Wort und trugen Selbstverfasstes vor.

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Zu Fuß übers Meer

So hatten Arbeitskreise das Watt erkundet und insbesondere auf den Wind geachtet. „Zu Fuß übers Meer“ bewegten sich Judith Hermann und Karin Mennen mit Jugendlichen ein Stück ins Watt. Literarische Wattwanderungen von zwei und sechs Stunden nach Minsener Oog hatte Wolfgang Gedat angeboten.

Und auch im Haus des Gastes rauchten die Köpfe. Dort wurden eigene Texte produziert. Eine Gebrauchsanleitung für die eigene Person schreiben war die Aufgabe des Workshops mit Anne Krüger und Renata Lucic – eine geniale Idee, mit der sicher viele Probleme im zwischenmenschlichen Bereich gelöst werden könnten.

Die Lösungen fielen ganz unterschiedlich aus: Wie man als Hund Frauchen dazu bringt, ein extra Leckerli herauszurücken, zeigte eine Gebrauchsanweisung. Aber auch klare Verhaltensweisen für Gefahrensituationen wurden gegeben: „Beruhigt sie sich nicht, entferne man sich für mindestens zehn Minuten aus der Gefahrenzone.“ Und ein Teilnehmer hatte eine Anleitung für seine Ehefrau, wie mit ihm umzugehen sei.

Was eine Schreibhemmung ist, lernte Jonas im Arbeitskreis „So – oder auch ganz anders“ mit Daniel Schnorbusch kennen. „Frische Winde in mir? Oder doch die gähnende Leere, die ich im Kopf habe?“ So begann er ganz ehrlich seine Ausführungen, die er dann doch mit einigen bemerkenswerten Sätzen weiterführte.

Gedicht über Freiheit

Für den Autoren Schnorbusch war übrigens ganz erstaunlich, was in der Schreibwerkstatt entstanden ist. „Ich bin selbst komplett unfähig, in 45 Minuten etwas zu Papier zu bringen – beeindruckend, dass andere das können“, meinte er.

So kam Nela etwa mit dem Thema Wind bestens zurecht. Sie lieferte nach kurzer Zeit ein fast fertiges Gedicht mit dem Titel „Freiheit“ über Wind, Sand und Gräser, das so endet: „Wind lässt mich lachen, Wind lässt mich singen, Wind lässt mich die Arme heben, bis ich fliege.“ Bei der Abschlusslesung erhielt sie dafür begeisterten Applaus.

„Es ist toll zu sehen, wie unbefangen und frei die Teilnehmer das Schreiben angegangen sind“, freute sich auch Salim Alafenisch, freier Schriftsteller und Geschichtenerzähler.

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