WANGERLAND Wer durchs Wangerland fährt, findet in fast jedem größeren Ort ein mächtiges Gotteshaus, das vom Stellenwert der Kirche, aber auch vom Glauben und der Wehrhaftigkeit der Bürger zeigt. Denn meist dienten die Kirchen nicht nur religiösen Zwecken, sondern auch als Schutzraum und „Trutzburg“ bei Angriffen feindlicher Truppen.

Seit drei Jahren gibt es den „Wangerländischen Pilgerpfad“, der Einheimischen und Gästen hilft, dieses bedeutende religions- und kulturgeschichtliche Erbe zu entdecken.

„Der Pilgerpfad ist ein Erfolg, denn er wird von den Gästen sehr gern angenommen", sagt Pastorin Sabine Kullik aus Minsen als Leiterin des Ökumenischen Arbeitskreises Wangerland. Inzwischen gehört der Pilgerweg zu einem der beliebtesten Urlaubsangebote im Wangerland. 6000 Begleithefte sind bereits verkauft worden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die evangelische Pastorin hatte mit dem damaligen Pfarrer Jens Schmidt von der katholischen Kirchengemeinde Wangerland die Idee zu dem Konzept, einen Wegweiser und eine Rundreise zu allen 15 Kirchen des Wangerlandes zu erstellen. Inzwischen sind es nur noch 14 Kirchen, denn die katholische St. Hedwigs-Kirche in Hohenkirchen wurde am 30. Mai dieses Jahre profanisiert (die NWZ berichtete).

Mit im Boot war beim Pilgerpfad von Anfang an die Wangerland Touristik (WTG), die eine Karte des Wangerlandes mit einer Beschreibung der Kirchen und der Radzufahrtsmöglichkeiten in einer Auflage von 10 000 Exemplaren herausgab.

Im Vorwort an die Gäste heißt es: „Wir laden Sie ein, sich auf den wangerländischen Pilgerpfad zu begeben. In den Dörfern und Ortschaften des Wangerlandes finden Sie eine Vielzahl schöner Kirchen. Sie alle sind Zeugnisse des Glaubens und der Kultur, die das Wangerland geprägt haben. Hier dürfen Sie verweilen für eine Zeit der Stille und des Gebets oder auch mit den Menschen ins Gespräch kommen, die Ihnen dabei begegnen.“

Jeder der zwei katholischen und zwölf evangelischen Kirchen haben die Initiatoren des Projekts, zu denen auch die ehemalige Pastorin von Waddewarden, Barbara Bockentin, gehörte, einen thematischen Schwerpunkt zugeordnet. So steht in Waddewarden der Taufstein im Mittelpunkt der Betrachtung, in Wüppels ist es die Kanzel und in Hohenkirchen die Musik, bedingt durch die Orgel von Joachim Kayser aus den Jahren 1694/99.

In anderen Kirchen ist es die Meditation. Sie ergibt sich zum Beispiel in St. Joost durch die einsame Lage oder in der Schilliger Marienkirche durch den Blick auf die Schöpfungsgeschichte. Nicht nur historisch sollen sich die Besucher den Kirchen nähern, sondern auch mit Blick auf dem Glauben. „Wir möchten deshalb einen Ausstattungsgegenstand zu ihnen sprechen lassen. Er erzählt auf seine Weise ein Stück Glaubensgeschichte, das uns heutige Menschen mit den Menschen verbindet, die – zum Teil vor Jahrhunderten – in den Kirchen ihre Spuren hinterlassen haben", heißt es in einem Faltblatt zu den Stationen auf dem Pilgerweg.

Allen Kirchen gemeinsam ist, dass sie tagsüber für Besucher geöffnet sind. Wer sich auf den Weg zu den 14 Kirchen macht, kann sich dies durch einen Stempel in einem Pilgerpass bescheinigen, der in den einzelnen Kirchen mit einem bestimmten Symbol die Bedeutung der jeweiligen Kirche hervorhebt. Weitere Infos gibt es in den Kirchengemeinden und bei der Wangerland Touristik unter Tel. 04426/9870.

Jeder Kirche wurde ein

thematischer Schwerpunkt zugeordnet

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.