Horum Abends is dat all fröh duster un kannst buten nich väl maken – dat is de Tied für Bernhard Eden sien Klönsnack. An Söndag har he weer nögt und de Sool wär bräkend vull över 180 Lüd. Eerst wor düchtig mit Tee, Brot, Botter un lecker Schink vespert und dann stell de Kröger de Lüd vör, den an dissen Abend wat to seggen haarn.

Ut Wangerland weern Almke Gerken, Wieland Rosenboom un Hedde Harms dorbi; toreist weern dor noch Waltraud Brüling (Obenstrohe) un Udo Kollstede (Varel).

Wie immer profitieren vom Erlös des „Klönsnacks“ die Schulen und Kindergärten im Wangerland, deren plattdeutsche Unterrichtsprojekte damit unterstützt werden. Bernhard Eden vom Frieslandstern in Horum appellierte an alle, die plattdeutsche Sprache als wichtiges Kulturerbe derer Region zu bewahren. Viele plattdeutsche Lieder wurden an diesem Abend gesungen und für den richtigen Ton sorgte Waltraud Brüling auf dem Akkordeon.

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Als ehemalige „Präsidentin“ der Landfrauenbewegung stellte Bernhard Eden Almke Gerken vor, die so Eden, sicherlich auch eine gute Bundespräsidentin gewesen wäre. Mit einem Apfelgedicht erinnerte sie an Elfriede Müller aus Wayens die mit 73 Jahren verstarb und viele plattdeutsche Anekdoten und Gedichte geschrieben hat. Wat Hosenpoot mit Kuspien biet Kusendokter belävt berichtetete Almke Gerken ebenfalls aus dem Repertoir von Elfriede Müller.

Över de Koh, de kien Melk gäben wull, de Tour mit dat Deert na’t Bull un anner Döntjes ut de Landwirtschaft vertell Hedde Harms ut Garmsenhusen. Er erinnerte an die Zeit, als Kühe und Pferde noch im Stall angebunden waren und ergänzte sie mit anderen nostalgische Begebenheiten aus der Landwirtschaft un de „good oll Tieden“. Er kenne noch den Pattstock als Hilfe zum Graben überspringen – ein Paddock dagegen sei ihm fremd, umgekehrt sei es dagegen bei der jüngeren Generation.

Wenn Du Besök heest un dat löpt nich so recht, must Wieland Rosenboom holen, de Obend is lopen, kündigte Bernhard Eden den Plattsnaker aus Horumersiel an, der dazu noch ein Kopf wie ein Lexikon habe. Profihaft zog Rosenboom mit seinen Döntjes seine Zuhörer in Bann; mit Geschichten vom unvergessenen Flegelbaas Eduard Ohmstede, dessen Jagderlebnisse die Lachmuskeln strapazierten

Als Vertriebener kam Udo Kollstede aus Schlesien nach Varel und gehört als Ehrenmitglied zur niederdeutschen Bühne in Varel, wo er viele Jahre als Bühnenbauer, Schauspieler und Regisseur wirkte. Plattdeutsch wurde seine Heimatsprache und die präsentierte er vollendet mit heiteren und besinnlichen Anekdoten in bestem Platt. Die Zuhörer erlebten mit den „lokalen „Künstlern“ ein abendfüllendes, nie langweilig werdendes Programm, das eine Wiederholung wert ist – auch für Jüngere!

„Wiehnachten weer een bietje anners“, heißt es beim nächsten plattdeutschen Abend. Treffpunkt ist dazu am 3. Advent, 14. Dezember, um 19.30 Uhr in der Oldorfer Kirche. Die obligatorische Klön­snak-Vesper bleibt aus, die Gruppe „Dreebladd“ stellt neue Weihnachtslieder und Geschichten vor, mal zum Schmunzeln, mal zum Nachdenken, ergänzt um Beiträge von Wieland Rosenbohm und Udo Kollstede.

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