Jever Seit neun Jahren leben Maria und Franz Eilers in Jever. „Und jeden Tag schaue ich aus dem Fenster und sehe die Schlachtmühle“, sagt Maria Eilers. „Sie ist übrigens ein toller Anzeiger, aus welcher Richtung der Wind weht.“

Am Sonntag schaute sich Maria Eilers die Mühle von innen an. Mit ihrem Mann und Erika Brückner nutzte sie den Tag des offenen Denkmals. „So eine Gelegenheit muss man nutzen – ich bin zum ersten Mal hier“, sagt Erika Brückner. „Und es ist sehr interessant.“ Zum Tag des offenen Denkmals öffneten in Jever zahlreiche historische Gebäude, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind.

So präsentierten auch die ehrenamtlichen Müller die Schlachtmühle. Rund um die Mühle gab es Aktionen für Kinder. Sie konnten alte Spielgeräte ausprobieren und lernen, wie Getreide früher gemahlen wurde. „Schade nur, dass zu wenig Wind weht – sonst hätten wir direkt in der Mühle mahlen können“, sagte Müller Holger Krahe.

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Trotzdem haben die Kinder Spaß: Die beiden fünfjährigen Zwillinge Anna und Alexander aus Jever drehen an der Reeperbahn ein Seil. „Wir versuchen, die Kinder an die Mühle heranzuführen“, sagt Mutter Heike Grübnau. „Das Angebot ist super. Hier kann man vieles sehen, das man sonst nicht zu sehen bekommt.“

Das findet auch Stephanie Klingspor. Sie besucht mit ihrem eineinhalb Jahre alten Sohn Oliver die Mühle. „Für ihn ist das klasse“, sagt sie. Freudig schaut Oliver sich alles mit großen Augen an und probiert alte Spielgeräte aus – einen Kreisel und ein Kettcar.

Wie im 16. Jahrhundert das jeversche Schloss mit Wasser versorgt wurde – das hat Volker Bleck an der Kampütte Besuchern erklärt. Die Kampütte geht zurück auf den herrschaftlichen Brunnen aus dem Jahr 1577, der das Schloss mit Wasser versorgte. Eine Windmühle und Pumpen trieben das Wasser durch Bleileitungen ins Schloss, ein Wasserturm sorgte bis 1815 für Druck auf der Leitung.

„Es ist toll, dass sich jemand wie Volker Bleck so engagiert und forscht“, sagt Detlef Pohl, stellvertretender Vorsitzender des Altertums- und Heimatvereins. „Im nächsten Monat soll noch einmal Geld in die Hand genommen und das Brunnenhaus weiter saniert werden“, fügt er hinzu.

Auf viel Geld wartet der Jeverländische Altertums- und Heimatverein auch zur Sanierung des Edo-Wiemken-Grabmonuments im Chor der Stadtkirche. Laut Vorsitzendem Volker Landig besteht Hoffnung, dass Land und Bund demnächst Mittel bewilligen, um den Zerfall des Grabmals aufzuhalten.

Besonders gespannt ist er darauf, ob in einer der Gebeinkisten in der Krypta tatsächlich Fräulein Maria liegt. „Per DNA-Proben sollte es kein Problem sein, das herauszufinden – Verwandte Marias leben ja noch in Oldenburg“, berichtete er.


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Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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