VAREL „Einige umliegende Vereine der Kaninchenzucht mussten ihre Ausstellungen bereits absagen, weil nicht genug Tiere angemeldet wurden“, erklärte der Kreisverbandsvorsitzende Rainer Pfob. Besser erging es da dem Rassekaninchenzuchtverein I 19 Varel und Umgebung; denn dieser zeigte am vergangenen Wochenende 83 Tiere auf der 9. Stadtmeisterschaft in der „Weberei“. Neben den zehn ausstellenden Züchtern war auch die Frauengruppe des Kreisverbandes mit dabei, die den Gästen Erzeugnisse aus Kaninchenfell wie Teddybären und Trachtenjacken präsentierte.

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen jedoch die Zuchttiere der verschiedenen Rassen und Farbschläge, die den neutralen Richtern vorgestellt und bewertet wurden. Ein hervorragendes Ergebnis erreichte Thomas Hoffmann, der mit seinen Grauen Wiener sowohl die beste Zuchtgruppe stellte als auch den Preis für den besten Rammler und die beste Häsin erhielt.

Weitere Preise wurden verliehen: Meike Barre (Perlfeh) und Jürgen Backhaus (Kleinsilber gelb) freuten sich über den Ehrenpreis des Kreisverbandes. Dieter Meyer (Großchinchilla) und Uwe Barre (Russen schwarz/weiß) durften den Landesverbandsehrenpreis entgegennehmen.

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Die Bewertung der Tiere ist wegweisend für die Zucht im nächsten Jahr und gibt Aufschluss darüber, wie nah ein Züchter seinem Zuchtziel steht. Die Richter legen beispielsweise ein Augenmerk auf den Körperbau und das Gewicht der Kaninchen. Die großen Rassen können immerhin bis zu zehn Kilo auf die Waage bringen – soviel wie ein kleiner Hund. Auch die Fellzeichnung der Tiere spielt bei der Punktevergabe eine Rolle: die Russen-Kaninchen beispielsweise sollen möglichst dunkel-schwarze Ohren und Pfoten aufweisen. „Das Wetter hat darauf Einfluss, denn je kälter es bei der Geburt der Jungtiere ist, desto dunkler wird ihre Zeichnung“, erklärte Uwe Barre, 2. Ausstellungsleiter, der einen Zuchtbestand von rund 80 Tieren besitzt. Er ist froh, dass er sein Hobby mit seiner Frau und seinem Enkel Silas teilen kann. Dieser zeigte auf der Ausstellung den Besuchern stolz seine eigene kleine Zwergwidder-Häsin.

Einer der Ausstellungsbesucher war Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, der sich auch privat mit dem Zuchtverein verbunden fühlt: „Bei uns wohnen zwei Kaninchen und ich habe in viertägiger mühevoller Kleinarbeit einen großen Stall für sie gebaut. Jetzt weiß ich, was die Züchter alles leisten müssen“. Wagner war Schirmherr des Zuchtschau und froh, den Züchtern die Halle zur Verfügung stellen zu können; denn er schätzt das Engagement der Vereinsmitglieder.

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