Steinhausen In die „Leichtigkeit des Seins“, so GELB-Sprecher Dr. Joachim Hensel, entführte der Gesprächskreis für gesunde Ernährung und Lebensführung diesmal seine rund 60 Gäste. Donnerstagabend in der „Altdeutschen Diele“ in Steinhausen kamen nach schweren Themen wie Fracking und TTIP die „Schmetterlinge aus dem Oldenburger Land“ zum Zuge.

Vom Aussterben bedroht

Der Referent, Diplom-Biologe Carsten Heinecke, führte eine bunte Schar aus den mehr als 1000 Schmetterlingsarten vor, die es in Niedersachsen gibt. Viele bedrohte Arten sind darunter, vom Aussterben direkt betroffen, darunter Schwalbenschwanz und der Aurorafalter.

Bekannter sind dagegen die Kohlweißlinge, von denen drei Arten hier vorkommen, der kleine, der große und der Grünader-Kohlweißling. Wanderfalter ziehen aus dem Süden in diese Gegend, die Goldene Acht mit knallgrünen Augen oder der Postillon. Seit dem vergangenen Sonntag fliegen schon wieder die Zitronenfalter, die als solche hier auch überwintern, gern in Efeu. Er kann bis zu einem Jahr alt werden, viele Schmetterlinge sterben dagegen oft schon nach wenigen Wochen.

Es fliegt auch schon das Tagpfauenauge. Findet man im Winter Schmetterlinge, so der Rat von Carsten Heinecke, sollte man sie nicht ins Warme holen, sondern ins geschützte Kalte setzen. Der Kleine Fuchs ist schon da, der Admiral dagegen kommt im späteren Jahr aus Nordafrika herbei. Allerdings: „Aufgrund der Klimaerwärmung können sie hier schon überwintern.“

Der C-Falter mit dem weißen C auf der Flügelunterseite, das Landkärtchen, gezeichnet mit Wegen, Flüssen und Dörfern (es saugt an Tierkot und stapelt seine Eier zu hängenden Türmchen unter Brennnesselblättern), der Schornsteinfeger (er sieht so aus, als sei er durch den Schornstein gefallen), Ochsenauge und das Kleine Wiesenvögelchen leben auf Wiesen. Der Kleine Eisvogel, der Kaisermantel oder der Große Schillerfalter (nicht der Dichter, sondern schillernde Oberseiten sind namensgebend) sind im Wald zu finden.

Aus Tautropfen trinken

Im Moor kommen, wenn auch immer seltener, der Hochmoor-Perlmutterfalter und der Hochmoorbläuling vor. Der Grüne Zipfelfalter ist der einzige Schmetterling mit komplett grüner Flügel-Unterseite.

Auch den Nachfaltern ist Carsten Heinecke immer mit der Kamera auf der Spur. Er fängt sie ein und fotografiert sie am Tage. Der Nadelfleck sendet Lockstoffe über Kilometer hinweg, der Totenkopfschwärmer hat elf Zentimeter lange Raupen, der Braune Bär heißt auch Blutbär wegen scheinbar rinnender Tropfen.

Andere Raupen trinken aus Tautropfen, der Name der Schmetterlinge lautet darum auch Trinkerin. Beim Kleinen Frostspanner können die Weibchen nicht fliegen. Der Hornissen-Glasflügler sieht den Hornissen ähnlich.

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