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4:2-Sieg im zweiten Vorrundenspiel
Deutschland bezwingt Portugal bei Fußball-EM

Schortens Es könnte so schön sein im Hilde-Lindner- Institut, wenn da nicht die illustren Patienten wären. 48 Diktatoren aus aller Welt bevölkern die Räume und Gänge der Kurklinik und gehen dem Personal gehörig auf die Nerven. Die Zuschauer können froh sein, dass sie nur die Abteilung Europa gezeigt bekommen.

Da ist der Rumänen-Despot Nicolae Ceausescu, dessen Wortschatz im Wesentlichen aus „Horrido“ und „Ich verlange, dass meine Erschießung rückgängig gemacht wird“ besteht. Da ist Gaius Julius Caesar, der das Hochbett in seinem Zimmer zum Olymp erklärt, Napoleon, der immer darauf beharrt, nie das zu tun, was der Gegner erwartet. Und einer schmiedet fleißig Fluchtpläne: Adolf Hitler.

Tot sind sie eigentlich alle. Was hier im Institut untersucht wird, ist ihr „unsterblicher Rest“ wie es die Ärztin Dr. Vera Schlüter formuliert, oder besser ihr „ideologisches Restbild“ wie es Pfleger Kovacs ausdrückt. Selbst einfache Figuren aus Bauklötzen nachbauen können sie alle nicht, weil sie permanent „das eigene Handeln zur Maxime erklären“.

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Wie das aussieht zeigt Hitler anschaulich, als er Julius Caesar bittet, in seinen Olymp aufgenommen zu werden. Als dieser ihm erklärt, er sei nur ein elender Kopist und sei kein Sieger, antwortet Hitler in seiner ihm eigenen Sprache: „Ist das ihr letztes Wort? Dann werde ich gnadenlos ihren Olymp vernichten.“

Und auf kleine, liebevoll gestaltete Puppen reduziert, die als „ideologische Restbilder“ auf Wägelchen durch die Klink gefahren werden, geben die großen Diktatoren nicht nur Einblicke in ihre Denkweise, sondern liefern auch eine ganz besondere tiefgründige Komik, die den Zuschauer amüsiert, aber auch nachdenklich zurücklässt. Aber es gibt auch krachende Lacher, wenn etwa eine Neuaufnahme vorbereitet werden soll und der neue Patient heißt: Sepp Blatter.

Seit 2010 begeistert das Figurentheater um Pavel Möller-Lück mit seinen großen Aufführungen mit kleinen Figuren das Schortenser Publikum. Und sie füllen locker mit vier Vorstellungen an einem Wochenende das Bürgerhaus. Alle Vorstellungen waren bereits lange im Voraus ausverkauft.

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